Doppelter Triumph
„Theater" und „Opernhaus des Jahres“ stehen in Hamburg

Hamburg ist in kultureller Hinsicht absolute Spitze: Die Kritiker der Zeitschrift „Opernwelt“ wählten die Staatsoper Hamburg am Donnerstag zum „Opernhaus des Jahres“. Zuvor schon war das Deutsche Schauspielhaus zum „Theater des Jahres“ gekürt worden.

HB BERLIN. „Ich freue mich sehr darüber, dass es uns gelungen ist, in der letzten Saison die wichtigsten Produktionen aus acht Jahren noch einmal auf die Bühne zu bringen“, sagte der frühere Generalmusikdirektor Ingo Metzmacher, der jetzt die Amsterdamer Oper leitet. Dabei sei die Premiere von „Moses und Aron“ ein besonderer Höhepunkt seiner Arbeit in Hamburg gewesen.

Damit erhält die Staatsoper Hamburg zum zweiten Mal nach 1997 den begehrten Titel. Ausschlaggebend für das Votum der Kritiker war vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ingo Metzmacher und Regisseur Peter Konwitschny, die mit ihrem künstlerischen Konzept dem Hamburger Opernhaus ein unverwechselbares Profil gaben, sowie der von Louwrens Langevoort ins Leben gerufene Zyklus mit Barockopern. Gelobt wurde vor allem die „mit Mut zum Risiko und nie erlahmender Entdeckerlust betriebene Spielplanpolitik Ingo Metzmachers und seiner Intendanten Louwrens Langevoort und Albin Hänseroth, die während der letzten acht Jahre immer wieder Stoff für kontroverse Diskussionen lieferte“.

Lobend erwähnten die Kritiker auch Ingo Metzmachers Gesprächsreihe mit Konzerten zur Musik des 20. Jahrhunderts und das Buch dazu „Keine Angst von neuen Tönen“. Eine große Herausforderung für die neue Intendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young, die nun ebenso wie der neue Intendant am Deutschen Schauspielhaus - Friedrich Schirmer löste dort Tom Stromberg ab - an ihren Vorgängern gemessen wird. „Ich freue mich, dass die künstlerische Arbeit des Hauses und meiner Vorgänger auf diese Weise gewürdigt wird“, sagte die australische Dirigentin, die das hohe künstlerische Niveau auch in der Zukunft fortführen will.

Die Zuschauer dürfen gespannt sein auf das kommende Premierenwochenende. Das Deutsche Schauspielhaus beginnt die neue Spielzeit gleich mit zwei Premieren: Am Freitag (23. September) wird das Junge Schauspielhaus mit der deutschen Erstaufführung von „Mutter Afrika“ eröffnet, am Samstag (24. September) zeigt Jacqueline Kornmüller auf der großen Bühne „Die Frau vom Meer“ nach Henrik Ibsen. Simone Young, die für ihre Interpretation von Olivier Messiaens komplexe „Turangaljla“-Sinfonie bereits stürmisch gefeiert wurde, dirigiert mit Paul Hindemiths „Mathis der Maler“ am Sonntagabend ihre erste Opernpremiere.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%