DVD-Schwarzmarkt
„Sakrileg“ auch als Raubkopie gefragt

Der Hollywood-Thriller „Sakrileg - The Da Vinci Code“ ist nur wenige Tage nach seinem offiziellen Kinostart auch auf dem Schwarzmarkt ein Verkaufsschlager.

HB SCHANGHAI. Auf den Straßen von Schanghai wurden zu Beginn der Woche Unmengen an Raubkopien des Streifens für einen Preis von etwa fünf Yuan (umgerechnet rund 48 Cent) pro DVD angeboten. Die Qualität sei allerdings schlecht, urteilten Käufer. Einer berichtete, auf seiner Aufnahme seien Menschen durchs Bild gelaufen. „Ich konnte sogar hören, wie jemand Cola oder so etwas trinkt“, sagte er. Nach der Hälfte des Filmes habe er aufgegeben und sich für einen regulären Kinobesuch entschieden. Einem Verkäufer in einem DVD-Geschäft zufolge wurden die ersten Raubkopien mit einer Handkamera in Kinos in Übersee aufgenommen. Bessere Versionen seien wahrscheinlich ab Anfang nächsten Monats zu haben.

An den Kinokassen hatte der Film trotz aller Proteste und schlechter Kritiken das zweitbeste Debüt aller Zeiten hingelegt. Wie Columbia Pictures am Sonntag mitteilte, spielte der Streifen in den ersten drei Tagen weltweit 224 Mill. Dollar ein. Damit stieg der Film um eine angebliche Ehe zwischen Jesus Christus und Maria Magdalena und deren Nachkommen auf Rang zwei der erfolgreichsten Filme auf. Nur der „Star Wars“-Kassenschlager „Episode III - Die Rache der Sith“ spielte 2005 in den ersten Tagen nach seinem Start mit 253 Mill. Dollar noch mehr ein. Die zu Sony gehörenden Columbia Pictures hatten den in der Produktion rund 125 Mill. Dollar teuren „Sakrileg“-Film nach der Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes in rund 90 Ländern auf den Markt gebracht.

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