Einer der Väter der Pop-Art
Pop-Art-Künstler Rauschenberg gestorben

Der amerikanische Pop-Art-Künstler Robert Rauschenberg ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Er starb am Montag in Florida, wie eine Sprecherin der PaceWilderstein-Galerie am Dienstag mitteilte. Rauschenberg, dessen Großvater aus Berlin stammte, kombinierte in seinen Kunstwerken Alltagsgegenstände mit skurrilen Objekten und verschaffte sich dadurch den Ruf als ein Pionier der Pop-Art.

ap TAMPA. Rauschenberg war als Maler, Bildhauer und Objektkünstler tätig, initiierte aber auch Theateraufführungen. Im Jahr 2002 erlitt er einen Schlaganfall und saß seitdem, halbseitig gelähmt, im Rollstuhl.

Der am 22. Oktober 1925 in Port Arthur in Texas als Milton Ernest Rauschenberg geborene Künstler erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter 1998 die als „Nobelpreis der Kunst“ bezeichnete Auszeichnung „Praemium Imperiale“. Der große Durchbruch gelang Rauschenbeg 1963 mit seiner ersten großen Ausstellung im Jüdischen Museum in New York, allerdings hatte er sich bereits in den 50er Jahren einen Namen in der Kunstszene gemacht.

Im Jahr 1959 wurde Rauschenberg auf der documenta in Kassel vorgestellt und auf den Biennalen in Paris und Sao Paulo. Er gilt neben seinem Freund Jasper Johns als einer der Väter der Pop-Art. 1964 erhielt er auf der Biennale in Venedig den Internationalen Preis für Malerei. Damit begann der Siegeszug der Pop-Art in der Kunst.

Aus den frühen 50er Jahren stammen die „Combine Paintings“, die Rauschenberg berühmt machten. Sie verwandelten beliebige Bruchstücke amerikanischer Wirklichkeit - Autoreifen, ausgestopfte Tiere, Comic Strips - in Sinnbilder alltäglicher Banalität. Rauschenberg hatte wesentlichen Einfluss auf jüngere Malergenerationen.

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