Ernst-Wilhelm Händler
Der Masterplaner

Der Unternehmer Ernst-Wilhelm Händler schreibt hoch gelobte Romane und sinniert gern über Werte und Menschen in der Wirtschaft. Wie verträgt sich das mit dem Alltag eines Entscheiders, und was treibt ihn an?

DÜSSELDORF. Wir müssen uns den unternehmerisch tätigen Romanautor Ernst-Wilhelm Händler als klassischen Entrepreneur vorstellen. Im graufeinen Anzug. Straffe Haltung, sparsame Gestik, stoische Mimik. Sachlich. Kontrolliert. Zielorientiert.

Den Literatur schaffenden Unternehmer muss man sich ganz ähnlich vor Augen halten, allerdings in bequemen Jeans oder im Trainingsanzug. So sitzt er da am Schreibtisch, mal in München, mal in Regensburg, und er diktiert in ein Tonbandgerät.

Wahrscheinlich stocken ihm die Wörter und Sätze selten, sondern reihen sich systematisch aneinander, um sich nach Abschrift ebenso planmäßig zu Romanen zu formieren. Warum er diktiert? Weil er als gelernter Akquisiteur nach Kundenbesuchen regelmäßig Ergebnisse im Diktiergerät protokolliert und später abschreiben lässt.

Dass er seine Romane diktiert, ist insofern überraschend, als er den Ich-Erzähler, auch ein Romanautor, im neuen Werk „Die Frau des Schriftstellers“ ausführlich darüber erzählen lässt, warum er und wie gerne er mit der Hand schreibt: „Alles, was für andere Menschen der Körper leistet, verwirklicht meine Handschrift.“

Die Technik des Schreibens hat der Romanautor vom Unternehmer Händler übernommen, aber auch die Systematik des Handelns. Der Unternehmer, Romancier und promovierte Philosoph Händler ist beeinflusst durch die Systemtheorie des Soziologen Niklas Luhmann, in der es um Programme geht, um Formen, Systeme, Strukturen und Operationalität. Um Differenz und Klarheit.

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