ESC-Vorentscheid: Sieg von Cascada sorgt für Unmut

ESC-Vorentscheid
Sieg von Cascada sorgt für Unmut

Disco-Outfit schlägt Lederhosen: Cascada-Sängerin Natalie Horler fährt für Deutschland nach Malmö. Im Netz wird diskutiert, ob eine bayerische Bläsergruppe das Land nicht besser repräsentiert hätte.

HannoverDer Sieg der Band Cascada über die Bläsergruppe LaBrassBanda beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid hat eine breite Diskussion ausgelöst. Vor allem das Urteil der Jury wird in Internet-Foren kritisiert. Die fünf Experten, darunter Sänger Tim Bendzko und Schlager-Ikone Mary Roos, hatten in der Live-Show LaBrassBanda nur einen Punkt gegeben, während die Radiohörer bei den Ska-Bläsern einhellig die volle Punktzahl vergaben. Hörer von ARD- Jugendradios, TV-Zuschauer und Jury hatten je ein Drittel Einfluss. Die Bayern wollen 2014 wieder bei dem Vorentscheid antreten, wie Bandmitglied Stefan Dettl der dpa sagte. „Wenn wir dürfen, treten wir nächstes Jahr wieder an.“ Die Einschaltquote des von Anke Engelke moderierten Vorentscheids war mit 3,24 Millionen Zuschauern schwach.

Im Netz wurde unter anderem aufgespießt, dass mindestens zwei der fünf Juroren bei dem selben Label wie Cascada unter Vertrag stehen. Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verteidigte das Jury-Urteil. „Die haben sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wer die größten Erfolgsaussichten in Europa hat“, sagte der Verantwortliche der Sendung der dpa. Die Juroren hätten großen Wert auf ihre Unabhängigkeit gelegt. Zudem habe die Bonner Dance-Pop-Band Cascada auch in der Gunst der TV-Zuschauer weit vorne gelegen.

Nach den jungen Castingstars Lena und Roman Lob tritt nun eine erfahrene Disco-Queen beim Eurovision Song Contest am 18. Mai im schwedischen Malmö für Deutschland an. Das Bonner Trio hat weltweit bereits 30 Millionen Tonträger verkauft.

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Deutscher Beitrag erinnert an Vorjahressieger

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