Eurovision Song Contest
Schweden triumphiert, Deutschland zufrieden

Favorit Schweden hat den Eurovision Song Contest in Baku gewonnen. Sängerin Loreen verwies die russischen Pop-Omas auf Rang zwei. Deutschland wird Achter, hat aber den besten Auftritt des Abends - dank Anke Engelke.
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BakuSchweden hat zum fünften Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Mit ihrem mystischen Popsong „Euphoria“ landete die Sängerin Loreen im Finale in Baku deutlich vor der Konkurrenz. Am Ende hatte sie 372 Punkte und damit 113 mehr als die russische Oma-Gruppe Buranowskije Babuschki („Party for Everybody“) auf Platz zwei. Der deutsche Teilnehmer Roman Lob (21) kam mit seiner Ballade „Standing Still“ auf Rang acht und war sehr zufrieden mit seiner Platzierung. Die deutsche Jury-Chefin Anke Engelke glänzte bei ihrem Kurzauftritt zur Punktevergabe mit deutlichen, aber charmant verpackten Worten an die Adresse der autoritären Führung Aserbaidschans.

„Heute Nacht konnte ja niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, abzustimmen, und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch“, sagte Engelke in der Live-Schalte nach Baku, bevor sie von der Grand-Prix-Party in Hamburg die deutsche Punktwertung verkündete.

Um den Musikwettbewerb in der früheren Sowjetrepublik im Südkaukasus hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben. Die Regierung des Landes unter Präsident Ilcham Alijew steht wegen ihres Umgangs mit Oppositionellen und wegen Verstößen gegen die Rede- und Pressefreiheit in der Kritik. Bis zum Tag des Finales kam es immer wieder zu Protesten, die die Führung mit Polizeigewalt unterband. Dutzende Regierungsgegner wurden allein in der letzten Grand-Prix-Woche verprügelt und festgenommen.

Einen Tag vor dem Finale verlangte das Internationale Presseinstitut (IPI) in Wien vom aserbaidschanischen Präsidenten Aufklärung über Berichte von Angriffen auf Journalisten. In dem offenen Brief wurde Alijew zudem aufgefordert, er solle die Fälle von sechs inhaftierten Reportern überprüfen.

Berichte über Angriffe auf mehrere Journalisten sollten vollständig und transparent untersucht werden, mahnte IPI-Direktorin Alison Bethel McKenzie an. Viele internationale Beobachter hätten berichtet, dass die Beschuldigungen, die zur Inhaftierung der Journalisten führten, konstruiert worden seien wegen ihrer kritischen Berichterstattung. Sollte sich dies als wahr herausstellen, sei dies eine Verletzung der Menschenrechte.

Während der Finalshow, die der gigantischen Gala in Düsseldorf im vergangenen Jahr kaum nachstand (und eben auch von der deutschen Firma Brainpool produziert wurde), gab es keine politischen Aktionen oder Äußerungen der Künstler - dies verbieten die Regeln der Europäischen Rundfunkunion EBU, die den Wettbewerb veranstaltet.

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Schweden triumphiert, Deutschland zufrieden

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Lob richtig glücklich mit der ESC-Platzierung

Kommentare zu " Eurovision Song Contest: Schweden triumphiert, Deutschland zufrieden"

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  • @Anonymer Benutzer: Blinse

    "Wenn wir uns aus diesem "Wettbewerb" zurückzögen, bräche dann der Euro auseinander? : D"

    Schweden hat ja keinen Euro (einer der ehemals hoffnungslosen Verliererstaaten ;-)) Was wuerde es einen Elch kuemmern, ob der Euro da ist oder nicht.

  • 1. wen interessiert das schon groß?
    und 2. gehört so was ins HB?

  • @Blinse

    Das wird Merkel in einer ihrer nächsten Phrasen-Reden wohl auch behaupten. Denn der Eurovision-Contest-Zuschauer muss ja ein ziemlich hirngewaschener Mensch sein. Sonst würde er diese Grütze nicht gucken. Da stösst sowas sofort auf fruchtbarenen Boden: " Der Eurovison-Contest ist ein Frage über Krieg und Frieden in Europa!" Das wird der Sprechblasen versprühende Hosenanzug demnächst in einer ihrer Fernsehreden behaupten. Mal sehen, ob sie sich dazu wieder ihre Intelektuellen-Brille aufsetzt.

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