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Experten warnen vor Extremsportarten

Extremsportarten sind immer öfter Ursache schwerer Verletzungen. Das bestätigt Prof. Reiner Gradinger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, auf einem Fachkongress in Berlin.

dpa BERLIN. Extremsportarten sind immer öfter Ursache schwerer Verletzungen. Das bestätigt Prof. Reiner Gradinger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, auf einem Fachkongress in Berlin.

„Die Wahrscheinlichkeit einen tödlichen Unfall zu erleiden ist beim Paragliding größer als beim Motorradfahren.“ Auch die Unfälle mit nicht beteiligten Personen nähmen zu, wenn ehrgeizige Freizeitsportler und Spaziergänger eine gemeinsame Fläche benutzten - etwa beim Skisport oder beim Inlineskaten. Das gehe aus neuen Unfalldaten hervor.

Die Grund für die Kollisionen liege meist in der Überschätzung des eigenen Könnens. „Normalität hat ihren Reiz verloren, der Drang nach dem Kick nimmt weiter zu, frei nach dem Motto: More risk, more fun“, erläuterte Gradinger. Hier helfe bessere Schulung, geeignete Ausrüstung sowie die Trennung der Sport- von Verkehrsflächen. Aber die Sportler müssten auch zu mehr Eigenverantwortung erzogen werden.

23 Mill. Bundesbürger treiben regelmäßig Sport, mehr als die Hälfte von ihnen in Vereinen und Verbänden. Die Zahl der Schwerletzten bei insgesamt jährlich zwei Mill. Sportverletzungen pro Jahr nehme jedoch zu, sagte Gradinger. 85 Prozent der Sportverletzungen seien leicht oder mittelschwer. „Aber auch die können Dauerschäden hinterlassen.“ Generell sei der Wunsch, an die Grenze der Leistungsfähigkeit zu gehen, nicht neu, sagten die Experten und verwiesen etwa auf die Entwicklung des Extrembergsteigens. Neu sei jedoch, dass es immer mehr Menschen versuchten, unterstützt von einer prosperienden Freizeitindustrie.

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