Fahrräder auf Toilettendach
Skulpturenschau beflügelt Kreativität der Münsteraner

Die 100-tägige Kunstschau „skulptur projekte“ in Münster hat sich von anfänglicher Ablehnung über bloße Toleranz zu einem weithin begeistert aufgenommenen Großereignis der Stadt entwickelt. Die im Zehnjahresrhythmus statffindende Schau mit experimenellen Charakter litt zuweilen an der Böswilligkeit einiger Besucher. Andere taten sich durch kreative eigene Ideen hervor.

HB MÜNSTER. Einige hundert Fahrräder mehr oder weniger fallen in Münster eigentlich nicht ins Gewicht. Der gemächliche Tritt hunderter kunstinteressierter Fahrradfahrer aus aller Welt, ausgerüstet mit Kamera und Stadtplan, ließ den Verkehr in diesem Sommer aber selbst in der deutschen Fahrradhochburg mitunter stocken. Dafür brachte die rund 100-tägige Kunstschau „skulptur projekte“ ein Großstadtgefühl mit bisher kaum gekanntem internationalen Flair ins beschauliche Münster.

Wenn die vierte Ausgabe der Freiluftausstellung am Wochenende zu Ende geht, haben weit mehr als eine halbe Million Besucher die zeitgenössischen Skulpturen, Videoeinstallationen, Projekte und Aufführungen 34 deutscher und internationaler Künstler gesehen. Zwar erlebte die Freiluftausstellung bereits vor zehn Jahren ihren eigentlichen Durchbruch – nach zunächst heftiger Ablehnung zum Start 1977 und einer eher nüchternen Akzeptanz 1987. Eine derart offensive Vermarktung und internationale Beachtung aber erlebte die Schau in diesem Jahr zum ersten Mal.

Für die Macher der im Zehnjahresrhythmus stattfindenden Schau ist vor allem der überregionale Kunstblick auf Münster ausschlaggebend für die Fortschreibung ihrer „Langzeitstudie“, wie Kasper König, Kurator der ersten Stunde, die Skulpturenschau schon in der Anfangsphase umschrieb. Die Ausstellung hinterfrage immer wieder grundsätzlich das aktuelle Verhältnis zwischen Kunst und öffentlichem Raum, sagt Kuratorin Brigitte Franzen.

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