Fernsehpreis
Welche Deutschen sich Emmy-Hoffnungen machen dürfen

Heute wird in New York der International Emmy vergeben. Bei der 38. Auflage des bedeutendsten Fernsehpreis der USA sind auch drei Deutsche im Rennen. Iris Berben, Sebastian Koch und die Verfilmung von Marcel Reich-Ranickis Leben dürfen sich Hoffnung auf die begehrte Auszeichnung machen.
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HB NEW YORK. Die deutschen Schauspieler Iris Berben und Sebastian Koch können sich Hoffnung auf einen Emmy machen. Die internationalen Fernsehpreise werden am Montag in New York vergeben. Berben ist für ihre Rolle im ZDF-Dreiteiler „Die Krupps - Eine deutsche Familie“ als beste Schauspielerin nominiert. Für Berben, deren Karriere mehr als vier Jahrzehnte andauert und von zahlreichen nationalen Auszeichnungen wie der Goldene Kamera, Bambi oder Grimme-Preis geprägt war, bedeutete ein Emmy-Gewinn die internationale Krönung ihrer Laufbahn. In der dreiteiligen ZDF-Produktion über die Krupp-Dynastie, die Millionen Deutsche im März 2009 vor den Bildschirmen fesselte, spielt sie die strenge und eisern disziplinierte Matriarchin Bertha Krupp. Nun hofft sie auf einen Triumph vor einem Weltpublikum.

Koch hat Chancen als bester Mann der Darstellerzunft mit der ZDF-Literaturverfilmung „Der Seewolf“, in der er Kapitän Wolf Larsen verkörpert. Vor der Emmy-Nominierung hatte sich Koch bereits im nationalen Direktvergleich durchgesetzt. Denn sowohl das ZDF als auch ProSieben hatten sich an einer Verfilmung von Jack Londons Weltbestseller versucht. Der Privatsender ließ Thomas Kretschmann in See stechen, der musste im telegenen Kräftmessen jedoch die Segel streichen: Die ZDF-Produktion lockte mehr Zuschauer vor der die Mattscheibe.

Iris Berben und Sebastian Koch sie sind nicht die einzigen Deutschen, die sich über eine Nominierung freuen durften: In der Kategorie Bester Film/Beste Miniserie wurde der ARD-Film „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ (WDR/Arte) über die frühe Lebensgeschichte des ebenso authentischen wie unbequemen Literaturkritikers als preiswürdig vorgeschlagen. Matthias Schweighöfer spielt darin die Titelrolle. Reich-Ranicki selbst hatte das Werk von Regisseur Dror Zahavi als „fabelhaft“ und „das, was ich erträumt, aber nicht zu hoffen gewagt habe“, gelobt.

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