Kultur + Kunstmarkt
„Festival der vier Kulturen“ in Lodz

Mit dem „Festival der vier Kulturen“ will die polnische Industriestadt Lodz wieder an ihre verschiedenen Wurzeln erinnern. Das zum dritten Mal ausgetragene Festival beginnt am 30. August.

dpa WARSCHAU/LODZ. Mit dem „Festival der vier Kulturen“ will die polnische Industriestadt Lodz wieder an ihre verschiedenen Wurzeln erinnern. Das zum dritten Mal ausgetragene Festival beginnt am 30. August.

Mit den Werken und Aufführungen polnischer, jüdischer, deutscher und russischer Künstler werden die vier ethnischen Gruppen gewürdigt, die die Textilmetropole prägten. Zu den Höhepunkten des Festivals zählen Aufführungen des von russischen Einwanderern gegründeten Gescher-Theaters aus Israel, kündigten die Veranstalter an.

Die polnische Filmhochschule Lodz widmet den vier Kulturen eine Filmreihe mit Werken von Volker Schlöndorff, Wojciech Has, Andrej Tarkowski und Roman Polanski. Polanski studierte selbst in Lodz.

In diesem Jahr sind Teile des Festivals in die Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Auflösung des Gettos von Lodz eingebunden. Es war Ende August 1944 von den deutschen Besatzern als letztes Getto in Polen zerstört und die Einwohner in das deutsche Vernichtungslager Auschwitz deportiert worden. Von ursprünglich 223 000 Lodzer Juden überlebten nur 5000 bis 8000 den Holocaust.

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