Festspiele
Schwarzmarkthandel für Bayreuth blüht

Nachdem der Anteil der Tickets im freien Verkauf von 40 auf 65 Prozent gestiegen ist, floriert der Schwarzmarkt. Auf Ebay wurden bislang bereits mehr Tickets gehandelt als im gesamten vergangenen Jahr.
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DüsseldorfDer Schwarzmarkthandel mit den insgesamt rund 60.000 Karten für die Bayreuther Festspiele floriert, nachdem der Anteil der Tickets im freien Verkauf von 40 auf 65 Prozent gestiegen ist. Das geht aus einer Analyse des Handelsblatts über die in diesem Jahr auf Ebay verkauften Tickets für die diesjährigen Aufführungen hervor.

Bislang wurden 524 Tickets auf Ebay versteigert. Das sind jetzt, vier Wochen vor Beginn der Festspiele, bereits mehr, als im gesamten vergangenen Jahr. Der durchschnittliche Aufpreis auf den Originalpreis hat sich dagegen mit 139 Prozent kaum verändert – 2011 betrug er 136 Prozent.

Die Schwarzmarktpreise sagen aber auch viel über die Beliebtheit der einzelnen Aufführungen beziehungsweise Inszenierungen aus. Diesjähriger Renner ist die Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers“ – für den Fans im Schnitt einen Aufpreis von 217 Prozent bezahlen. Zum Ladenhüter dagegen ist die inzwischen acht Jahre alte Inszenierung von „Tristan und Isolde“ verkommen – hier liegen die Auktionspreise etwa 80 Prozent über den Originalpreisen.

Insgesamt wird für Tickets, die weniger als 35 Euro kosten, ein durchschnittlicher Aufpreis von rund 550 Prozent bezahlt. Karten der teuersten Kategorie, die im Original 280 Euro kosten, wechseln für rund 50 Prozent mehr als dem aufgedruckten Kartenpreis den Besitzer. Interessant dabei ist, dass Käufer auf Ebay unabhängig vom Originalpreis bereit sind, zwischen 120 und 160 Euro mehr zu bezahlen, als die Karten regulär im Vorverkauf kosten.

Wolfgang Reuter
Wolfgang Reuter
Handelsblatt / Ressortleiter

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