Filmemacherin habe "das Regime bedient"
Dokumentarfilm verdankt Riefenstahl viel

Nach Einschätzung des Filmmuseums Berlin hat die Regisseurin Leni Riefenstahl mit ihrem Werk Maßstäbe gesetzt und den Dokumentarfilm in Deutschland bis heute beeinflusst.

HB BERLIN. „Es gibt keinen Dokumentarfilm, der nicht von Riefenstahl beeinflusst ist“, sagte der Leiter der Sammlung des Museums, Werner Sudendorf, am Dienstag in Berlin.

Unabhängig von der zweifelhaften politischen Aussage seien die Filme über den Reichsparteitag der Nationalsozialisten in Nürnberg 1934 („Triumph des Willens“) sowie die Olympischen Spiele in Berlin 1936 („Fest der Völker“ und „Fest der Schönheit“) „genial montiert“, sagte Sudendorf.

Riefenstahl zähle neben Marlene Dietrich zu den international bekanntesten Frauen des deutschen Films. Während sich Dietrich nicht von den Nationalsozialisten habe ködern lassen, habe Riefenstahl „das Regime bedient“, so Sudendorf weiter, „die beiden waren zwei Seiten einer Medaille“. Riefenstahl habe sich politischer Verantwortung stets entzogen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%