Filmfestival: Big Business auf der Berlinale

Filmfestival
Big Business auf der Berlinale

Die Filmfestspiele werden mit dem European Film Market immer wichtiger für Produzenten, Verleiher und Kreative. Längst geht es nicht mehr nur um Kunst, sondern um handfeste wirtschaftliche Interessen.

BerlinAuf zur Jagd nach den Goldenen Bären: Im Berlinale-Palast, nur ein paar Schritte vom Potsdamer Platz, eröffnet der chinesische Regisseur Wong Kar Wai am Donnerstagabend mit seinem neuesten Film „The Grandmaster“ (Der Großmeister) das größte Publikumsfestival der Welt. Er ist auch Vorsitzender der Jury, die über die besten Filme entscheiden wird. Doch längst ist die Berlinale nicht nur künstlerisch ein Festival ersten Ranges, sondern auch wirtschaftlich. Denn in der Hauptstadt ist noch bis zum 17. Februar das Big Business zuhause.

Der European Film Market (EFM), so der Name der Messe der Berlinale, entwickelt sich für Produzenten, Hollywood-Studios, Verleiher und  Kreative zum Magneten. „Die gesamte Branche hat einfach ein starkes Bedürfnis nach Berlin zu kommen. Alle sind neugierig auf neue Drehbücher und auf neue Idee“, sagte Beki Probst, Direktorin des EFM, dem Handelsblatt. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. In diesem Jahr haben sich 455 Aussteller aus 58 Ländern angemeldet.

Außerdem sind über 1600 Einkäufer aus 66 Ländern in Berlin unterwegs. Die Zeiten als der Martin-Gropius-Bau noch die Messebesucher fassen konnte sind längst vorüber. Ein Drittel der Stände befinden sich mittlerweile im Marriott-Hotel am Potsdamer Platz.

Der Zeitpunkt im Februar ist aus der Sicht der Branche optimal. Denn der EFM ist der erste internationale Filmmarkt. Zum letzten Mal trafen sich Studios, Verleiher, Produzenten und Sender am dem American Film Market in Santo Monica im November. Vor diesem Hintergrund ist der Hunger nach neuen Stoffen groß.

Und der European Film Market kann das Bedürfnis nach neuer Ware stillen. Denn auf dem EFM gibt es nach Auskunft der Veranstalter 590 Premieren. Für die deutschen Marktteilnehmer wie Constantin Film, Concorde von Herbert Kloiber, Beta Film von Jan Mojto oder auch Bavaria Film und Studio Hamburg, beides Töchter der ARD, ist die Messe ein Heimspiel. Von den wichtigsten deutschen Marktteilnehmern fehlt es niemand. „Die deutsche Präsenz ist in diesem Jahr sehr stark“, resümiert Beki Probst.

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Big Business auf der Berlinale

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Auf Augenhöhe mit Cannes

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