Filmfestival in Utah
„Feuchtgebiete“ in der Auswahl des Sundance Festivals

Der deutsche Kinohit „Feuchtgebiete“ hat es in die Auswahl des Sundance Festivals geschafft. In Utah wird der Streifen seine Nordamerikapremiere feiern. Es ist nicht die einzige deutsche Produktion auf dem Festival.
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Los AngelesDeutschland ist mit mehreren Produktionen, darunter dem Spielfilm „Feuchtgebiete“, im Wettbewerbsprogramm des Sundance Festivals vertreten. Die Veranstalter des weltweit wichtigsten Filmfests für unabhängige Produktionen im US-Bundesstaat Utah gaben die Auswahl für das im Januar stattfindende Festival am Mittwoch bekannt. In vier Kategorien treten 56 Filme gegeneinander an.

Mit „Feuchtgebiete“ schaffte es der deutsche Regisseur David Wnendt in die Spielfilmsparte „World Cinema“ für ausländische Produktionen. Der freizügige Film, nach dem Skandalroman von Charlotte Roche, feiert in Utah seine Nordamerika-Premiere. Im Wettbewerb ist auch die deutsche Koproduktion „White Shadow“ von Noaz Deshe über einen bedrohten Albino-Jungen in Tansania.

In der Wettbewerbssparte „World Cinema“-Dokumentarfilme sind die beiden deutschen Koproduktionen „The Green Prince“ des israelischen Regisseurs Nadav Schirman und „The Return to Homs“ des syrischen Filmemachers Talal Derki vertreten.

Jedes Jahr mischen auch bekanntere Schauspieler beim Sundance-Festival mit. Diesmal werden Stars wie Anne Hathaway, Kristen Stewart, Glenn Close, Philip Seymour Hoffman und Mark Ruffalo mit ihren Indie-Filmen erwartet. Stewart mimt in den US-Spielfilm „Camp X-Ray“ eine Wärterin im US-Gefangenenlager Guantánamo. Don Johnson und Sam Shepard sind in dem Thriller „Cold in July“ zu sehen.

Das in den 1980er Jahren von Robert Redford gegründete Filmfest findet vom 16. bis 26. Januar in dem Wintersportort Park City statt. Insgesamt werden 117 Spielfilme und Dokumentationen aus 37 Ländern gezeigt, viele Filmemacher sind mit ihrem Regiedebüt vertreten. Sie wurden aus weltweit über 4000 Einsendungen ausgesucht.

Seit der Entdeckung des damals völlig unbekannten Regisseurs Steven Soderbergh mit seinem Low-Budget-Streifen „Sex, Lügen und Video“, der 1989 zum Kassenknüller wurde, gilt das Festival als Sprungbrett für Filmschaffende. Im vorigen Januar ging der Top-Preis an den Amerikaner Ryan Coogler für sein Erstlingswerk „Fruitvale“. Der Film basiert auf der wahren Geschichte eines jungen Mannes, der im kalifornischen Oakland von einem Polizisten erschossen wurde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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