Filmfestspiel von Cannes
18 Filme kämpfen um die Goldene Palme

David Cronenberg dekonstruiert Hollywood, Tommy Lee Jones macht auf Western und Regielegende Jean-Luc Godard versucht sich in 3-D. Die Wettbewerbsfilme beim Festival von Cannes bieten ein breites Spektrum.
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Paris 18 Filme stehen dieses Jahr im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes. Die Leitung des renommierten Festivals gab die Anwärter auf den Hauptpreis am Donnerstag bekannt, unter ihnen Nouvelle-Vague-Altmeister Jean-Luc Godard, der kanadische Regisseur David Cronenberg und die zweimaligen Goldene-Palme-Gewinner Jean-Pierre and Luc Dardenne aus Belgien.

Die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes finden vom 14. bis 25. Mai statt. Insgesamt werden 49 Spielfilme aus 28 Nationen gezeigt. „Es ist wichtig für uns, dass die Auswahl in Cannes eine Reise durch das Kino und die Welt ist“, sagte der Direktor des Festivals, Thierry Fremaux.

Die Jury wird in diesem Jahr von Regisseurin Jane Campion („Das Piano“) geleitet. Sie ist bislang die einzige Frau, die mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Diesmal sind mit Naomi Kawase aus Japan und Alice Rohrwacher aus Italien zwei Regisseurinnen im Wettbewerb vertreten. Ebenfalls um die Goldene Palme bewerben sich die Briten Ken Loach und Mike Leigh sowie der Regisseur von „The Artist“, Michel Hazanavicius.

Cronenberg nimmt in seinem Wettbewerbsfilm „Maps to the Stars“ die verrückte Mediengesellschaft und Hollywood aufs Korn, Schauspieler Tommy Lee Jones führt diesmal beim Western „The Homesman“ auch Regie. Jean-Luc-Godard kommt mit dem Film „Adieu Au Language“ nach Cannes, in dem der französische Regisseur, der mit Filmen wie „Außer Atem“ in den späten 1950er und 1960er Jahren die Nouvelle Vague mitbegründete, diesmal auch 3-D-Effekte einsetzt.

Das elftägige Festival wird mit Olivier Dahans Film „Grace von Monaco“ über Grace Kelly eröffnet, der außerhalb des Wettbewerbs läuft. Die Titelrolle spielt darin Nicole Kidman.

In der Nebenschiene „Un Certain Regard“ stellt Schauspieler Ryan Gosling sein Regiedebüt vor. Sein Film „Lost River“ ist in der Reihe unter anderem neben dem neuen Film von Wim Wenders, „The Salt of the Earth“, zu sehen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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