Filmfestspiele Cannes wird Männerdomäne

Es ist die „Grande Dame“ der Branche: das Internationale Filmfestival in Cannes. Zum 65. Mal wird herrscht in der französischen Stadt ein Hauch von Hollywood
Kommentieren
Eher schlicht wirkt der Eingang zum Festival-Palast in Cannes; dabei feiern hier internationale Filmgrößen. Quelle: Reuters

Eher schlicht wirkt der Eingang zum Festival-Palast in Cannes; dabei feiern hier internationale Filmgrößen.

(Foto: Reuters)

CannesIm südfranzösischen Cannes haben die 65. Internationalen Filmfestspiele begonnen. Zahlreiche Stars reisten zur Aufführung des Eröffnungsfilms "Moonrise Kingdom" von Wen Anderson am Mittwoch an die Côte d'Azur, darunter Bruce Willis, Bill Murray und Edward Norton. Für den Abend ist die feierliche Eröffnung mit Galaveranstaltung geplant.
Insgesamt 22 Produktionen konkurrieren in diesem Jahr um die Goldene Palme, den Hauptpreis für den besten Film. Die Jury, zu der auch Designer Jean-Paul Gaultier gehört, wird vom preisgekrönten italienischen Regisseur Nanni Moretti geleitet. Den Abschluss des Festivals bildet die Vorführung von Claude Millers Film "Therese Desqueyroux" am Pfingstsonntag.

Im Wettbewerb des Festivals konkurrieren bis zum Pfingstsonntag (27. Mai) 22 Filme um den Hauptpreis, die Goldene Palme. Die wird von der neunköpfigen Jury unter Vorsitz des italienischen Filmemachers Nanni Moretti verliehen.

Welche Streifen beim Filmfestival für Furore sorgen
France Cannes Film Festival
1 von 11

In Cannes laufen die letzten Vorbereitungen. Häufig sind mehrere Filme gleichzeitig zu sehen. Die Auswahl für das 65. Filmfest (16.-27.5) fällt nicht leicht. Im offiziellen Wettbewerb werden 54 Filme gezeigt, davon allein 22 im Rennen um die Goldene Palme. Doch einige Filme darf man einfach nicht verpassen, über sie reden vorher schon alle. Hier kommen die zehn Topfilme in Cannes nach Daten.

moonrise_kingdome_tobis
2 von 11

Den Auftakt macht am Mittwoch (16. Mai) „Moonrise Kingdom“ von dem Amerikaner Wes Anderson. Meist läuft der Film der Eröffnungsgala außerhalb des Wettbewerbs, diesmal konkurriert er um die „Goldene Palme“. In dem Film mit Bruce Willis und Tilda Swinton geht es um zwei Zwölfjährige, die sich verlieben und in die Wildnis durchbrennen.

rise_of_theguadians_dreamworks
3 von 11

Nummer zwei ist am 16. Mai nicht ein ganzer Film, sondern nur ein Ausschnitt. Die DreamWorks-Studios (Shrek, Kung Fu Panda) zeigen ein Preview für „Rise of the Guardians“ (in der deutschen Fassung: „Die glorreichen Fünf“), eine Animationskomödie von Peter Ramsey. Dort tauchen wohlvertraute Gestalten wie der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und das Sandmännchen auf. Sie kämpfen gegen den Buhmann, der Kinder dazu bringt, nicht mehr an die fantastischen Figuren zu glauben. Der Film soll Ende November als Vorweihnachtsfilm in die Kinos kommen.

derouilles_JMH Distribution
4 von 11

„De Rouille et d'os“ von Jacques Audiard am 17. Mai im offiziellen Wettbewerb verspricht romantische Bilder. In dem Film mit dem eigenwilligen Titel „Rost und Knochen“ spielt Oscargewinnerin Marion Cotillard (Edith Piaf in „La Vie En Rose“) die Hauptrolle einer Frau, die bei einem Unfall ihre Beine verliert. Durch die Liebe findet sie zurück ins Leben.

PARADIES_Liebe_03_ulrich_seidl
5 von 11

Am 18. Mai läuft der Film „Paradies: Liebe“ von dem Österreicher Ulrich Seidl im Wettbewerb um die Goldene Palme. Deutsche Filme haben es diesmal nicht in den begehrten Wettbewerb geschafft. Es ist der erste Teil einer Trilogie, bei der es um Frauen auf Reisen geht, in diesem Fall um eine 50-jährige Wienerin, die als Sextouristin nach Kenia fährt.

muell-im-garten-eden_artwork_poster_a3_pandora
6 von 11

Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin, häufiger Gast in Cannes, ist zumindest in der Reihe „Special Screenings“ außerhalb des Wettbewerbs dabei. Er zeigt am 18.Mai „Der Müll im Garten Eden“, den Kampf eines türkischen Dorfes gegen eine Mülldeponie.

Jean-Louis-Trintignant-and-Emmanuelle-Riva-AMour-first-look-2_xverleih
7 von 11

Der zweite Österreicher im Wettbewerb ist schon ein Altbekannter. Michael Haneke mit „Amour“ am 20. Mai am Start, bekam 2009 für seinen Film „Das weiße Band“ schon die Goldene Palme. Auch hier geht es um Liebe, um die Geschichte einer durch einen Schlaganfall gelähmten Frau.

Im Wettbewerb sind in diesem Jahr nur Werke von Männern zu sehen. Das hatte im Vorfeld zu Kritik geführt. Drei französische Künstlerinnen beklagten sich in der Zeitung „Le Monde“ über die Männerdominanz. Frauen seien nur gut, um die Eröffnungsfeiern zu moderieren.

„Wir dürfen junge Mädchen nicht glauben lassen, dass sie eines Tages Regisseurinnen werden und die Stufen zum Festivalpalais hinaufsteigen können - außer am Arm eines Prinz Charming“, hieß es. Der Kritik schloss sich die deutsche Regisseurin Helma Sanders-Brahms an. „Das ist schon eine Männergesellschaft, die beiden“, sagte sie am Montag im Deutschlandradio Kultur über die zwei männlichen Leiter des Festivals.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Regiegrößen aus Hollywood
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Filmfestspiele: Cannes wird Männerdomäne"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%