Filmindustrie
Wieder mehr Kinobesucher

Die Deutschen gehen wieder mehr ins Kino und sehen sich dann vor allem deutsche Produktionen an. Im vergangenen Jahr wurden 129,4 Millionen Besucher gezählt und damit vier Millionen mehr als 2007. Auch der erfolgreichste Film des Jahres war ein deutsche Produktion.

HB BERLIN. Die Deutschen finden es offenbar wieder schick, ins Kino zu gehen. Im Jahr 2007 hatten die Kinos noch einen Besucherrückgang um mehr als acht Prozent (11,3 Millionen Zuschauer) hinnehmen müssen, teilte die Filmförderungsanstalt in Berlin am Vorabend der Eröffnung der diesjährigen Berlinale mit. Und anders als früher, sind es nicht nur die großen Hollywoodproduktionen, die die Menschen in die Lichtspielhäuser locken.

Mit einem Marktanteil von 26,6 Prozent erzielten deutsche Filme dabei den höchsten Wert seit 1991: Fast 34 Millionen Besucher lösten zwischen Januar und Dezember 2008 an der Kinokasse eine Karte für einen deutschen Film im Vergleich zu 23,4 Millionen (18,9 Prozent) im Jahr davor. Erfolgreichster Film des Jahres war Til Schweigers Komödie "Keinohrhasen" mit 4,9 Millionen Besuchern - mehr als der neue James- Bond-Film "Ein Quantum Trost" (4,7 Millionen) und der Animationsfilm "Madagascar" mit 4,8 Millionen Besuchern.

Die Prognose für 2009 sieht trotz der Krisenzeit gar nicht so schlecht aus. In Gespräch mit der Agentur "AP" bestätigte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick die These, dass in schlechten Zeiten mehr Menschen ins Kino gehen. "Immer, wenn es große Rezessionen gab, war das so. Im Moment ist das bei uns auch so, die Leute gehen zurzeit gerne ins Kino", sagte er.

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