Finale der Berlinale
Wie viel Geld der Glamour Berlin einbringt

Der volkswirtschaftliche Effekt des Filmfestivals auf die hochverschuldete Hauptstadt ist enorm: Die Berlinale beschert ihrer Heimatstadt 2012 angeblich ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von bis zu 122 Millionen.

BerlinWährend der Filmfestspiele präsentiert sich die hochverschuldete Stadt Berlin ungewöhnlich glamourös. Die Sorge, dass die Stadt damit über ihren Verhältnissen leben könnte, teilt der Chefvolkswirt der Investitionsbank Berlin (IBB), Hartmut Mertens, jedoch nicht. Noch bevor am Samstag die Goldenen Bären verliehen werden, steht für ihn ein Gewinner bereits fest: die deutsche Hauptstadt.

Während des Festivals wird vor allem der Potsdamer Platz - aber auch andere Spielstätten und Veranstaltungsorte - von den knapp 20.000 Fachbesuchern und zahlreichen Filmbegeisterten in Beschlag genommen. In den Restaurants stärken sie sich, in Cafés wärmen sie sich auf. Und vor den Kinos drängeln sie sich, um vielleicht doch noch eines der begehrten Tickets zu ergattern. 

Allein 300.000 Kinokarten werden von Berlinale Touristen gekauft. Für die Betreiber, die ihre Säle komplett an die Berlinale vermieten, hat die Anzahl der verkauften Tickets keinen direkten Effekt. Auch wenn das in guten Kinojahren manchmal einen Verlust bedeuten kann, sieht Arne Schmidt von der Kinokette Cinemaxx die Wirkung der Berlinale positiv: „Die Filmfestspiele sind ein Riesenevent auf internationaler Ebene. Das hat Strahlkraft für alle Kinos in Deutschland.“

Einen direkten wirtschaftlichen Effekt bemerken vor allem die vielen Restaurants und Einzelhändler rund um den Potsdamer Platz. Im k-kiosk drängt sich gerade am Morgen die Kundschaft. Besonders begehrt: Zeitungen aus dem In- und Ausland.

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