Fine Art and Antique Dealers Show
Wo stilsichere New Yorker einkaufen

Neu aufgestellt präsentiert sich ab heute die Fine Art and Antique Dealers Show in New York. Unter den vielen Sammelgebieten stechen wieder Möbel und Silber heraus. Daneben zeichnet sich ein Trend zum Dekorativen ab.
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NEW YORK. 2009 bewirkte der Rückzug von 20 alt gedienten Teilnehmern der "International Fine Art And Antique Dealers Show" in New York eine Neustrukturierung der Messe. In diesem Jahr hat sich die zum 22. Mal stattfindende Show, die als beste Antiquitätenmesse der USA gilt, wieder stabilisiert. Sie konnte einige ehemalige Teilnehmer der in der Rezession abgesagten New Yorker Messen für Design, Gemälde oder Asiatika gewinnen. Sie tragen zum breiten Spektrum von Skulpturen, Rüstungen, Inkunabeln, Gemälde, Silber, Ethnographischem, Antiken und Schmuck bei. Der geographische Mix ist gleichgeblieben. Die meisten der 65 Händler stammen aus USA (31) und Großbritannien (26), dazu gesellen sich einige Versprenkelte aus dem übrigen Europa.

Neues Interesse an Islamika

Traditionell dominieren europäische Möbel, sie sorgen auch in diesem Jahr für einige imponierende Ausstellungen. Ronald Phillips (London) etwa brachte eine großartige Auswahl an Spiegeln des 17. bis zum 19. Jahrhundert mit und Galerie Lefebvre (Paris) zeigt ein überzeugendes Angebot von Art Déco-Möbeln. Hier kostet eine große Vorzeichnung zur prächtigen Wanddekoration von Jean Dupas? "Triumphwagen der Thetis" (1934) in einem der Salons des berühmten Ozeanliners "Normandie" um 1 Mio. Dollar. Antikenhandel Ariadne Galleries (New York) überrascht mit einer selten gesehenen Auswahl islamischer Stücke. Dieses Sammelgebiet stößt in den USA seit etwa eineinhalb Jahren auf verstärktes Interesse. Hier dominiert ein ungewöhnlich frühes, über fünf Meter langes hölzernes Gesims mit Arabeskenschnitzerei aus Andalusien (etwa 11./12. Jh., 1,15 Mio. Dollar).

Silberplatten mit Delphingriffen

Ein willkommener Neuzugang ist The Silver Fund (San Francisco). Diese Silberhandlung wurde 1996 von 46 Investoren mit starrem Blick auf den sehr lukrativen Markt des dänischen Silberschmieds Georg Jensen gegründet. Vor zwei Jahren kaufte Michael James die übrigen Teilhaber aus expandierte sein Angebot auf Silber des 20. Jahrhunderts. Damit spricht er erfolgreich Käufer zeitgenössischer Kunst an. Sein Prachtstück ist ein 1930 von Harald Nielsen für Jensen geschaffenes Paar Fischplatten mit Delphingriffen. Sie kosten 450.000 Dollar. Wie gewohnt machen auch Boiserie-Spezialist Steinitz (Paris), der für eine maßgeschneiderte Rundum-Holzvertäfelung aus dem Barock um 3 bis 5 Mio. Dollar berechnet, und der Belgier Axel Vervoordt einen großen Auftritt. In Vervoordts stets elegantem eklektischen Programm überrascht in diesem Jahr ein expressives Ölbild "Kanyo (Xianyang)" (1980) des erst seit kurzem wieder entdeckten Japaners Kazuo Shiraga (1,2 Mio. Dollar). Shiraga trug Farbe radikal mit dem eigenen Körper auf.

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