Fishman-Sammlung
Nächtliche Streifzüge durch Bars

Die angesehene Fishman-Sammlung konzentriert sich auf Expressionismus und Neue Sachlichkeit. Karl & Faber versteigert den Nachlass. Das lockt gerade jüngere Sammler.
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MÜNCHEN. Jüngere Sammler entdecken gerade die Künstler der 20er- und 30er-Jahre. Nicht nur weil Werke der Expressionisten in schwindelnder Höhe angelangt sind, sondern auch weil die ausdrucksstarken Bilder aus der politisch hochbrisanten Epoche faszinieren. Sie erzählen von der schonungslosen Realität der Städte und ihrer Bars, von Glanz und Elend, von Technik und Industrialisierung.

„Tanz auf dem Vulkan“ ist das Motto der Privatsammlung von Marvin und Janet Fishman, die das Münchener Auktionshaus Karl & Faber am 28. Oktober aufruft. Ein Pflichttermin für Liebhaber der Neuen Sachlichkeit, des Expressionismus und der deutschen Kunst der zwanziger und dreißiger Jahre.

Viele Künstlerinnen gerieten in Vergessenheit

Der im Oktober 2009 verstorbene amerikanische Bauunternehmer aus Milwaukee hat zusammen mit seiner Frau Janet in mehr als 40 Jahren eine einzigartige Sammlung zusammengetragen. Nun haben sich Janet Fishman und die drei Kinder für einen Komplettverkauf der restlichen Sammlung entschlossen.

Unter den rund 200 Werken, die eine Schätzpreissumme von circa 1,8 Mio. Euro haben, finden sich marktfrische Werke wie Felix Nussbaums aufwühlendes Gemälde „Tanz an der Mauer (Sargträger)“ von 1930. Es stellt mit einem Schätzpreis von 350 000 bis 400 000 Euro das teuerste Werk dar. Sammler mit kleinerem Budget werden aber auch fündig. Eine Graphik von Ludwig Meidner etwa ist auf nur 300 Euro geschätzt.

50 000 bis 60 000 Euro.

Neben Künstlern wie Max Beckmann, Otto Dix, Albert Birkle, William Wauer und Ludwig Meidner finden sich auch bemerkenswerte Werke von Künstlern, die nur Insidern ein Begriff sind wie Bruno Voigt, Otto Gleichmann und Hans Baluschek.

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