Flamenco-Musik verlangt volle Aufmerksamkeit
Zehn Diener eines Herrn

Der Gitarrist Paco de Lucía beweist mit seiner aktuellen CD, dass erein wahrer Meister der Improvisation ist.

Was verbinden wir mit Flamenco? Kraftvollen, urtümlichen Gesang, rhythmische Gitarren, Tanz und – Urlaub, vor allem Urlaub. Dass der Flamenco dennoch nicht zum folkloristischen Klischee verkommen ist, haben wir einigen Musikern zu verdanken, die ihn in Ehren hielten, indem sie ihn in die Gegenwart und damit aus der Nische des Exotischen und Malerischen holten.

Paco de Lucía ist einer von ihnen. Und er ist derjenige, der am stärksten die Grenzen des Genres erweiterte, sei es im legendären Trio mit John McLaughlin und Al Di Meola, in der Zusammenarbeit mit Chick Corea oder in seiner Bearbeitung der klassischen Kompositionen von de Falla oder Albeniz.

In Carlos Sauras Film „Carmen“, einem flamencofeurigen Spiel im Spiel, ist er der Einzige, der er selbst bleiben darf: Er ist der Gitarrist Paco, der in seiner Musik von der Liebe und den Leidenschaften erzählt, in deren Netz sich die zwei Protagonisten verfangen. Die Melodien aus Bizets Oper trägt er da mit der gleichen dynamischen Leichthändigkeit vor, wie man es von „seinem“ Flamenco her kennt.

Fünf Jahre lang hat Paco de Lucía pausiert, und nun meldet er sich mit „Cositas Buenas“ umso prägnanter zurück. Es ist eine Arbeit – ein Alterswerk, möchte man fast sagen – aus einem Guss, in der jedes Stück für sich steht, aber durchaus auch die Verwandtschaft der Stücke untereinander erkennbar wird.

Seite 1:

Zehn Diener eines Herrn

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%