Fotoauktionen New York
Hongkong-Chinesen setzen auf Modefotografie

Die New Yorker Fotoauktionen profitieren von neuen Käufergruppen. Sie engagieren sich aber nur für beste, marktfrische Ware. Unterdessen schwächelt der Mittelmarkt. Bloomsbury hat deshalb seine erst zwei Jahre alte New Yorker Fotoabteilung aufgelöst.
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NEW YORK. Auch ohne große Highlights brachten die New Yorker Fotoauktionen ein respektables Ergebnis zusammen. Mit insgesamt 17,4 Mio. Dollar wiederholten Christie's, Sotheby's und Phillips de Pury die Märzzahlen. Damals hatte der Markt nach dem Einbruch des letzen Jahres wieder Festigungstendenzen gezeigt.

Der Mittelmarkt schwächelt noch

Nun strömen neue Käufer in den Markt. So beobachtet Christie's Joshua Holdeman ein wachsendes Interesse von Sammlern moderner und zeitgenössischer Kunst. Außerdem verfolge neuerdings eine kleine Gruppe von Hong Kong-Chinesen entschlossen die Modefotografie. Aber nur wirklich seltene, schöne und marktfrische Fotos etablierter Namen überzeugten. Der Mittelmarkt schwächelt noch. Das trieb auch die Fotoauktionen des Buch- und Graphikversteigerers Bloomsbury Auctions aus der Stadt. Nach nur zwei Jahren wurde die erfolglose New Yorker Fotoabteilung aufgelöst. Bloomsbury Auctions wird aber weiterhin Fotos in London und Rom versteigern.

Ansel Adams verdoppelt die doppelte Taxe

Christie's umfangreiches Angebot landete am 6. und 7. Oktober mit 5,6 Mio. Dollar mitten in den Erwartungen. Nicht überraschend setzte sich Ansel Adams seltener, übergroßer Abzug eines seiner bekanntesten Motive, "Grand Tetons and the Snake River, Grand Teton National Park, Wyoming" (1942, Abzug aus den frühen 1960er-Jahren), an die Spitze. Die auf Adams spezialisierte Alinder Gallery aus Gualala, einem winzigen Ort nördlich von San Francisco, zahlte den doppelten Schätzpreis von 338.500 Dollar.

Man Ray findet wieder Abnehmer

Gute Abzüge von Man Ray fanden auch wieder Abnehmer. Sein Markt war vor etwa zehn Jahren durch einen Fälschungsskandal erschüttert worden. Jetzt setzte ein Privatsammler für den qualitätvollen Rückenakt "Nude with Shadow (solarized) (1927)", ehemals in der Sammlung des Pariser Fotografen Marcel Natkin, wieder 146.500 (70/90.000) Dollar ein. Irving Penns Modefoto "Mouth (New York)" (1986) brachte es auch auf stolze 176.500 (100/150.000 Dollar), immerhin der dritthöchste Preis für die Farbaufnahme.

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