Frauenschwarm Pitt gab Autogramme
Berlin ist begeistert von "Troja"

Das Berliner Kinopublikum hat die Weltpremiere des Antiken-Epos "Troja" begeistert aufgenommen. Der deutsche Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen und seine Hauptdarsteller - allen voran Brad Pitt - erhielten langen Applaus und viele Bravo-Rufe von den Zuschauern im Cinestar am Potsdamer Platz.

HB BERLIN. Die Weltpremiere von Wolfgang Petersens Antiken- Epos „Troja“ ist am Sonntagabend in Berlin begeistert gefeiert worden. In zwei Stunden und 43 Minuten hat Petersen Homers „Ilias“ verfilmt. Pitt spielt den griechischen Kriegsherrn Achilles, der den Feldzug gegen die Trojaner anführt und sein Leben riskiert, um die schöne Helena zu retten. Am Donnerstag startet „Troja“ in den Kinos.

Frauenschwarm Pitt zeigte vor der Premiere ein Herz für seine Fans: Genau 50 Minuten nahm er sich Zeit, um Autogramme zu geben und in die Kameras zu lächeln. Knapp 1 000 Menschen vor allem weiblichen Geschlechts jubelten dem blonden Filmhelden zu. Das zwölf Meter hohe Trojanische Pferd, das bei den Dreharbeiten verwendet wurde, war auf dem Platz vor dem Kino aufgebaut. Unter den Premierengästen waren auch Nina Hagen, Thomas Gottschalk, Jürgen Vogel, Vadim Glowna, Wolfgang Joop und Michael Ballhaus.

Petersen und Pitt betonten, die 3 000 Jahre alte Geschichte sei auch heute noch aktuell. „Als wir mit den Dreharbeiten begannen, bahnte sich der Irak-Krieg an, und ich hatte das Gefühl: „Das gibt's ja überhaupt nicht. Das ist ja so, als hätte sich seit Homer überhaupt nichts verändert““, sagte Petersen.

Er habe „Troja“ zwar nicht gemacht „um ein anti-amerikanisches Statement abzugeben“, betonte der deutschstämmige Regisseur. „Aber während wir gedreht haben, wurde unser Film mit dem Irak-Drama jeden Tag aktueller.“ Ebenso wie der griechische König Agamemnon einen Eroberungskrieg mit der vorgeschobenen Begründung geführt habe, die schöne Helena aus den Händen der Trojaner zurückzuholen, habe auch der amerikanische Präsident George W. Bush die wahren Gründe seines Einmarsches im Irak verschleiert.

Pitt schwärmte, der antike Grieche Achilles habe ein sehr leidenschaftliches Leben auf dem Schlachtfeld und auch im Privatleben geführt. Auch er selbst könne sich damit zu einem Teil identifizieren. „Ich würde in den Krieg ziehen, um meine Überzeugungen zu verteidigen“, sagte Pitt. „Für Rollen wie Achilles bin ich Schauspieler geworden.“ Der Film habe „die richtige Mischung aus gigantischen Schlachtszenen und sehr intimen, persönlichen Momenten“, meinte der Schauspieler.

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