Frieze Art Fair
Eine Tochter in New York

Erfolgreiche Messekonzepte werden gern exportiert. 2012 wagt die Londoner Frieze Art Fair den Sprung nach New York. Hintergrund sind schwächelnde Messen in Manhattan.
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New YorkSeit Monaten kursierten hartnäckige Gerüchte, nun ist es amtlich: die Londoner Frieze Art Fair, die Messe für zeitgenössische Kunst, kommt nach New York. Um 170 internationale Galerien werden sich hier vom 3.-6. Mai 2012 in einem Zelt versammeln, für den Entwurf sind SO-IL Architects aus Brooklyn verantwortlich. Die jungen Architekten sammelten ihre Erfahrung beim Pritzker-Preis-Sieger SANAA. Der Messestandort Randall’s Island ist eine Insel im East River zwischen Manhattan und Queens. Das ist eine ungewöhnliche und nicht besonders elegante Wahl. Zwei Hochstrassen durchschneiden die Insel, die seit 1992 durch die Randall’s Island Sports Foundation, eine öffentlich-private Partnerschaft, von einem verwahrlosten Areal zur einer  Sport- und Konzertstätte rehabilitiert wurde.

Unzufriedenheit unter New Yorker Galeristen

Die Eigentümer der zehn Jahre alten Frieze Art Fair, Amanda Sharp und Matthew Slotover, wollen in New York ihr erfolgreiches Konzept einer Messe im Park wiederholen. „Der ungewöhnliche Veranstaltungsort wird, ähnlich wie in London, für eine völlig neue Atmosphäre sorgen“ sagt Slotover. Auf der umgebenden Wiese könnten zum Beispiel Skulpturen ausgestellt werden. Der Termin, abgestimmt auf New York Gallery Week und die Maiauktionen, liegt sehr  nahe an der New Yorker Armory Arts Week, die von ‚Armory Show‘ und ‚Art Show‘ dominiert wird (8.-11. März 2012). Aber seitdem im Jahr 2007 Armory Show von der Chicagoer Messegesellschaft Merchandise Mart Properties (MMPI), Tochter des börsennotierten New Yorker Immobilienfonds Vornado Realty Trust, gekauft wurde, ist die Unzufriedenheit der Händler mit dieser Messe auf den zwei Landungsbrücken im Hudson gestiegen. Die Fluktuation nahm zu, vor allem wichtige New Yorker Galerien hielten sich fern. Galeristen hätten sie gebeten, nach New York zu kommen, sagt Slotover. Er ist zuversichtlich, einen völlig neuen Händlerpool anwerben zu können. Ob internationale Sammler allerdings zu zwei Frühjahrsmessen anreisen werden, wird sich zeigen.

Ergänzung mit Alten Meistern

Gleichzeitig gab Frieze Art Fair bekannt, im nächsten Jahr die Londoner Ausgabe (11.-14. Oktober 2012) um die Kunstmesse „Frieze Masters“ zu ergänzen. Um 70 internationale Händler sollen Kunst zeigen, die vor dem Jahr 2000 entstanden ist, auch Alte Meister und Antiken.

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