Kultur + Kunstmarkt
Friseure setzen auf dunklere Haare und viel Farbe

Es muss nicht mehr immer blond sein: Die Haare werden wieder dunkler, die Frisuren mit viel Farbe gern witzig gestylt - das sind die aktuellen Trends der Branche, die der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks am Montag in Kiel vorstellte.

dpa KIEL. Es muss nicht mehr immer blond sein: Die Haare werden wieder dunkler, die Frisuren mit viel Farbe gern witzig gestylt - das sind die aktuellen Trends der Branche, die der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks am Montag in Kiel vorstellte.

Während modebewusste Damen von ganz lang bis kurz alles tragen dürfen, sind lange Haare für die Herren spätestens im nächsten Jahr „von gestern“. Noch viel mehr gilt dies für einen besonderen modischen Ausreißer: „Der Irokese ist total out“, sagte Haarmodenexperte und Ex-Friseurweltmeister Klaus-Dieter Kaiser.

„Witzige Steckfrisuren“ preist Art Director Winfried Löwel für die Damen ebenso an wie innovative leichte Messerschnitte. Locker solle es aussehen, als sei man Cabrio gefahren. „Das Strähnige ist wichtig“, meint Kaiser mit Blick auf die jungen Herren. Er beobachtet auch, dass sich Haarschnitte von Damen und Herren zum Teil einander annähern: „Aber das Ergebnis muss eben maskulin oder feminin sein - je nachdem, wen man auf dem Stuhl hat.“

Die Friseur-Branche ist nach schwierigen Jahren wieder auf Erholungskurs: Für dieses Jahr erwartet der Zentralverband ein Nullwachstum beim Umsatz, nachdem 2004 noch ein Minus von 2,5 Prozent verbucht wurde. „Die Talsohle scheint durchschritten“ bilanzierte der wiedergewählte Verbandspräsident Andreas Popp. Sechs Mal im Jahr gehen deutsche Frauen im Durchschnitt zum Friseur und lassen dort jeweils gut 36 Euro. Männer lassen sich sogar ein Mal öfter frisieren, kommen mit 15,50 Euro aber deutlich billiger weg.

Die neue Billigkonkurrenz mit den Zehn-Euro-Pauschalangeboten sieht der Verband differenziert: Zum einen nehme sie „Kunden aus der Schattenwirtschaft“ auf, zum anderen kämen solche Inhaber geführten Salons in Schwierigkeiten, deren Leistung nicht stimme. Anhaltend ist der Trend zur Selbstständigkeit in „Eine-Frau-“ oder „Ein-Mann- Betrieben“.

Im vergangenen Jahr arbeiteten bundesweit 220 000 Vollbeschäftigte in gut 66 400 Friseursalons - ein Minus von 2,3 Prozent. Stolz ist der Zentralverband auf seine Ausbildungsbilanz: 2004 schlossen mehr als 16 600 Jugendliche Lehrverträge ab - ein Plus von 4,1 Prozent. Der Anteil der Lehrlinge mit ausländischer Herkunft ist mit knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Handwerk insgesamt (5,7 Prozent) deutlich höher.

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