Galerie Didier Aaron
Aufbruch und Neuausrichtung

Der Galerist Hervé Aaron zieht nach New York. Gleichzeitig gab er Pläne für die Neuausrichtung seiner Pariser Galerie bekannt, die nach seinem Vater Didier Aaron benannt ist.
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ParisSeit letztem Sommer kursierte in Paris das Gerücht, die feudale, in Paris, London und New York ansässige Galerie Didier Aaron gebe ihr Möbelprogramm auf. Dies wurde seinerzeit von Bill Pallot, dem Verantwortlichen für Möbel und Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts dementiert. Jetzt gab Hervé Aaron, Sohn des verstorbenen Didier Aaron, seinen Umzug nach New York und Pläne für den Umbau der Pariser Dependance bekannt.

Seine erste Galerie gründete Hervé Aaron vor 36 Jahren in New York. In Paris unterhielt er 900 Quadratmeter große Räume in einem Stadtpalais am Faubourg Saint-Honoré. Sie werden nun vermietet. Die Pariser Galerie bezieht stattdessen die traditionsreichen Räume der Antiquitätenhändlerfamilie Gebrüder Fabius im ersten Stock eines Bürgerhauses am Boulevard Haussmann.

Auf Spitzenqualität konzentriert

Die neu eröffnete Galerie Didier Aaron bietet ab Frühling 2014 Gemälde und Zeichnungen, Möbel und kunsthandwerkliche Objekte vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert und nur im Topqualitätsbereich an. Weiterhin sollen dort zehn Spezialisten arbeiten. „Wir haben effektiv viele Möbel auf Auktionen gegeben, um uns auf die Spitzenqualität zu konzentrieren, für die es nach wie vor Kunden gibt“, teilte Bill Pallot dem Handelsblatt bereits im September 2013 mit und grenzte sich von kolportierten Geschichten ab, das 18. Jahrhundert sei aus der Mode gekommen.

Der immer ruhig wirkende Hervé Aaron zählt zu den Gründern und Organisatoren der Pariser Handzeichnungsmesse „Salon du Dessin“. Deren Geschicke lenkte er als Präsident 16 Jahre bis November 2013. Als Vorsitzender soll ihn der junge Handzeichnungsexperte Louis de Bayser (Galerie de Bayser) ersetzen.

Aaron war auch mehrmals Präsident des Verbandes der Antiquitätenhändler, der die „Biennale des Antiquaires“ im Grand Palais organisiert. Er verlor die letzte Wahl gegen den Pariser China-Händler Christian Deydier. 2013 stellte Deydier mit seinem Team die New Yorker Variante der Antiquitätenbiennale „The Salon: Art + Design“ auf die Beine und entwickelte die Pläne für eine Drittmesse in China.

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