Galerie Paffrath Dem Kunden entgegen gehen

Dem grassierenden Vertrauensverlust im Kunsthandel stellt sich die Galerie Paffrath entgegen. Sie offeriert neben Expertise und Qualität jetzt auch gedeckelte Margen im Kommissionsgeschäft. Neue Geschäftsfelder eröffnet sie im Netz und in der Beratung.
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Der Galerist vor Gemälden von Jean Edelmann. Quelle: Galerie Paffrath
Hans Paffrath

Der Galerist vor Gemälden von Jean Edelmann.

(Foto: Galerie Paffrath)

DüsseldorfDie ganze Branche kämpft mit dem Vertrauensverlust. Seit den Medienschlachten rund um Beltracchi, Gurlitt und Achenbach misstrauen viele Kunstfreunde dem Kunsthandel generell. Ihre bange Fragen lauten stets: Ist der geforderte Preis gerechtfertigt? Ist das Werk echt und nicht restitutionsbefangen? Darauf antwortet der Kunsthändler Hans Paffrath aus Düsseldorf jetzt mit einer Serviceoffensive.

AAA art

Der Spezialist für die Düsseldorfer Malerschule und die frühe Moderne fasst sein neues Geschäftsmodell unter dem Schlagwort „Triple A“ zusammen. Das höchste Bewertungskriterium der Ratingagenturen für Staatsanleihen überträgt er auf sein Kunstangebot und seinen Service. „AAA art“ ist indes keine eigene Website, sondern unter der Domain galerie-paffrath.de zu finden.

Parallel zur Stammgalerie in einer Beletage an der Düsseldorfer Königsallee betreibt Paffrath seit kurzem eine Online-Plattform, auf der momentan 200 Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert stehen. Von den die Sinne ansprechenden Stillleben von Vater und Tochter Preyer (ab 29.000 Euro), Oswald Achenbachs atmosphärereichen Küstenlandschaften, über Peder Mönsteds Sommerstimmung am Fluss bis zu Hugo Mühigs Strand-Impressionen (14.500 Euro).

Spezialist für Obst: Das Gemälde „Vier Birnen“  kommt aus dem Nachlass der Künstlerfamilie. Quelle: Galerie Paffrath
Johann Wilhelm Preyer (1803-1889)

Spezialist für Obst: Das Gemälde „Vier Birnen“ kommt aus dem Nachlass der Künstlerfamilie.

(Foto: Galerie Paffrath)

Verkäufe ins Ausland

Schon jetzt verkauft die Galerie 35 Prozent aller Gemälde in alle Welt. Darüber hinaus will sie die vor Ort oft beobachtete Schwellenangst abbauen. Wer sich in der Galerie nicht traut, zu fragen „Könnten wir an dem Preis noch etwas drehen?“, kann ein virtuelles Gebot abgeben, wenn er nicht gleich die Buttons Kaufen oder Reservieren drücken möchte. Dieses Gebot ist anders als im Auktionshaus aber nicht verbindlich. Es soll Hans Paffrath die Chance eröffnen, mit dem potenziellen Kunden in Dialog zu treten, über den Preis zu reden oder über Inzahlungnahme anderer Bilder.  

Die höchste Ratingstufe verleiht sich die Galerie Paffrath selbst. Die drei großen A stehen für die drei Säulen Vertrauen, Qualität und Transparenz, die jedem Geschäft zugrunde liegen.

Das Vertrauen

„In den letzten 30 Jahren haben wir mehr als 8000 Gemälde ohne eine einzige Reklamation verkauft“, bilanziert Hans Paffrath selbstbewusst im Netz und im gleichzeitig erschienenen zweibändigen Katalog.

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