Galerie Werner Klein
Vogelflug auf Papier

Seit 15 Jahren handelt Werner Klein mit dem Medium Zeichnung. Nicht nur Sammler schätzen sein Programm. Auch Institutionen greifen gern auf seinen Erfahrungsschatz zurück. Damit hat sich der Kölner Galerist auf dem schnelllebigen Kunstmarkt ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Zum 15-jährigen Bestehen zeigt Klein Handzeichnungen von Karoline Bröckel, die natürliche Prozesse übersetzen.

KölnUnauffällig in einem Hinterhof in der Kölner Südstadt liegt Werner Kleins Galerie. Weit ab von den Galerienvierteln im Zentrum. Seine Jubiläumsausstellung mit der Künstlerin Karoline Bröckel hat der Händler bereits eingerichtet und empfängt sichtlich zufrieden im Licht durchfluteten „White Cube“ (tatsächlich ist auch der Boden weißlich gestrichen). Es sei bereits die vierte Einzelausstellung mit der Autodidaktin, erklärt Klein. Und es ist wieder eine dieser unaufdringlichen Ausstellungen, für die der Galerist bekannt ist.

Hippe Künstler am rasenden Puls der Zeit und des Marktes? Die überlässt Klein anderen. Im Jahr 2000 kam der gebürtige Trierer Werner Klein mit dem Vorhaben, eine Galerie zu gründen, nach Köln. Damals hatte sich die Kunstszene schon auf Berlin gestürzt, in Köln gingen die Lichter aus. „Mir war dennoch schnell klar, dass es Köln werden würde“, erzählt der 51-jährige Galerist. „Zu Berlin hatte ich keinen Bezug.“ In Köln seien außerdem noch viele geschichtsträchtige Galerien tätig. Natürlich hielt man das aber für eine schlechte Idee. „Der Sog nach Berlin war groß.“

Komposition macht noch keine gute Zeichnung

Und warum das Medium Zeichnung? „Vor der Zeichnung hatte ich immer großen Respekt“, antwortet Klein. Für ihn gebe es lediglich gute oder schlechte Zeichnungen. „Entweder sie sitzen oder sie sitzen nicht.“ Die Malerei könne sich mit „kompositorischen Höhepunkten“ retten, das schaffe die Zeichnung kaum, sagt er.

90 Ausstellungen in 15 Jahren ist sein Resümee. Seit der ersten Ausstellung kann man in Kleins Programm eine Stringenz erkennen, die sich am reduzierten Stil des jeweiligen Künstlers festmachen lässt, auch wenn mal nicht mit Bleistift auf Papier gearbeitet wird. „Mir geht es um den Ausdruck mit der Linie“, betont Klein. Die klassische Zeichnung sei nur der Schwerpunkt der Galerie.

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Vogelflug auf Papier

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Zeichnungen im Kunstmuseum Bonn

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