Galerienbummel
Mekka für Keramiksammler

Farbig bemalte Keramik heißt in Italien und Spanien Majolika, in Frankreich und Deutschland Fayence. Diesem Sammelgebiet haben Pariser Galeristen eine Spezial-Veranstaltung gewidmet.
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PARIS. Die hochkarätige, kleine Pariser Spezial-Veranstaltung "Parcours der Keramik" findet noch bis 14. November 2009 dezentral in verschiedenen Pariser Galerien statt. 15 Händler (davon fünf Ausländer) schlagen den Keramik-, Fayence, Majolika- und Email-Sammlern einen "Spaziergang" in den Galerien des Antiquitätenviertels am linken Seine-Ufer vor.

Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem 16./17. Jahrhundert, mit den farbprächtigen Majolika-Objekten - der farbig glasierten Keramik, die Wert auf detailreiche Bilderzählung legt. Solche Majolika-Werke gelangten von Urbino über Lyon nach Nevers.

Der Pariser Keramik-Händler Michel Vandermeersch bietet eine Majolika-Ausstellung von Museumsqualität. Diese Schau ergänzt der bei ihm eingemietete Londoner Justin Raccanello (Galerie Bazaart). Ein reich illustrierter Katalog verfolgt die historische und geografische Entwicklung und Verbreitung der Majolika. Für eine Serie von neun Fayence-Platten mit biblischen Motiven, 1580-1610 in Lyon hergestellt, erwartet Vandermeersch etwa 250 000 Euro. Dieses neunteilige Set ist marktfrisch - es war seit dem 17. Jahrhundert immer in der gleichen französischen Familie verblieben.

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