Gallery Weekend
Neues Szeneviertel für Galeristen

In- und ausländische Galerien siedeln sich rund um die Potsdamer Straße an. Pünktlich zum Start des Gallery Weekend zeigen sich alle von ihrer besten Seite.

Berlin Die Karawane zieht weiter. Ein knappes Jahr nach dem Umzug und Neuzugang diverser Galerien und Vorposten in das Areal um die Potsdamer Straße weitet sich das Viertel zu einer dicht besiedelten Kunstmeile. Nicht nur niedrige Mietpreise, sondern auch die Nähe zur Neuen Nationalgalerie und zum Potsdamer Platz ziehen Galeristen an. Ein neuer Sammelpunkt ist das alte "Tagesspiegel"-Gelände Potsdamer Straße 77 bis 87. Hier residiert schon seit Oktober Florent Tosin, der gerade mit einer Einzelschau Furore machte, in der der Müllmagier Gerd Rohling Wohlstandsrelikte mit rotem Pigment in Kunstobjekte verwandelte.

Nebenan haben die Hamburger Produzentengalerie und ph-projects Räume gemietet. Hier sind Künstler zu entdecken, deren Preise noch nicht davongelaufen sind, darunter vier Slominski-Schüler. Mitte April hat in "Haus H" Thomas Fischer, der in den Sophie-Gips-Höfen den Projectraum "Souterrain" leitete, mit Arbeiten der Französin Laetitia Gendre eröffnet. Ihr Thema ist die Symbolik von Zielscheiben, Schießständen und Schützenvereinen.

Bereits in den Gebäudekomplex B eingezogen ist die Londoner Galerie "401 Contemporary", die im Juni eine Soloschau mit Spiegelobjeken des Krefelder Lichtkünstlers Adolf Luther zeigen wird. Am heutigen Freitag weiht die Leipziger maerzgalerie ihre neue Berliner Adresse auf dem Zeitungsgelände mit einer Gemeinschaftsausstellung ihrer Hauskünstler ein. Im September zieht auch die Galerie Nolan Judin aus der immer mehr verwaisenden Heidestraße in die angesagte neue Kunstzone.

Aber das ist noch nicht alles. Pünktlich zum Gallery Weekend (29.4.-1.5.) eröffnet die Londoner Galerie Blain/Southern in der ehemaligen Druckerei des "Tagesspiegels" mit einer spektakulären Schau des britischen Künstlerduos Tim Noble und Sue Webster. In der von ägyptischen Königsgräbern beeinflussten Monumentalinstallation "Turning the Seventh Corner" führt ein spiralenförmiges Labyrinth enger Gänge in eine mystisch beleuchtete Grabkammer. Die Mixed-Media-Skulpturen des Duos werfen hinreißende Schatten an die Wand.

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