Gegenwartsliteratur gibt es zurzeit kaum: Frühjahrsbücher: Es wird familiär und spannend

Gegenwartsliteratur gibt es zurzeit kaum
Frühjahrsbücher: Es wird familiär und spannend

Im Frühjahr buhlen deutsche Verlage mit zahlreichen Neuveröffentlichungen um die Gunst der Leserschaft. Der episch breite Familienroman feiert sein Comeback, und auch ganz groß im Kommen ist die Spannungsliteratur.

HB HAMBURG. Etliche Autoren breiten in ihren neuen, oft opulenten Werken ein Generationen umspannendes Beziehungsgeflecht aus und entführen ihre Leser in den Mikrokosmos der Familie, die - pars pro toto - exemplarisch für eine Epoche zu gelten hat. Daneben wird Spannungsliteratur zur Zeit ganz groß geschrieben, - seien es Thriller, Krimis, Spionagegeschichten oder Beziehungsdramen. Eine literarische Auseinandersetzung mit der Gegenwart hingegen findet in den belletristischen Neuerscheinungen kaum statt.

Die deutschsprachigen Verlage gehen auch in diesem Frühling mit einer Reihe großer Namen an den Start im Rennen um die Gunst der Leser: Neue Werke von Jeffrey Eugenides, José Saramago, Henning Mankell, Mario Vargas Llosa, Martin Suter und Christoph Hein werden bald die Schaufenster der Buchläden schmücken. Wie in den vergangenen Jahren ist das Frühjahr aber vor allem die Saison der Debütanten.

Christoph Heins neuer Roman „Landnahme“ erscheint zum 60. Geburtstag des Autors und umspannt fast 50 Jahre der Geschichte eines Außenseiters in der Provinz, dessen Leben die deutsche Geschichte von der Nachkriegszeit bis zur Jahrtausendwende widerspiegelt. Zu den Familienepen zählt auch Gerhard Henschels üppiger „Kindheitsroman“, in dem ein Junge aus seinem Leben in Deutschland während der 60er und 70er Jahre erzählt. Der Schweizer Autor Urs Widmer legt „Das Buch des Vaters“ vor, ein wieder glänzend erzähltes Werk über die politischen Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts aus der Sicht eines Einzelnen. Ein außergewöhnliches Werk von längst überfälliger Thematik stellt Thorsten Becker mit „Sieger nach Punkten vor“: Mit dem Epos über einen türkischen Jungen, der in Deutschland Karriere als Boxer macht, stellt Becker zwei gegensätzliche Welten gegenüber.

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