Georg Kindel
Ein Mann mit den besten Verbindungen

Wer einen guten Draht zu prominenten Leuten hat, kann damit viel Geld verdienen. Der Österreicher Georg Kindel ist so jemand, der Verbindungen zu wichtigen Menschen extrem gut pflegt. Jetzt veranstaltet der Ex-Journalist das erste Gedenkkonzert für Michael Jackson - ihm winkt das Geschäft seines Lebens.

WIEN. Der Kaufmann und frühere Journalist Georg Kindel darf das erste Gedenkkonzert für die verstorbene amerikanische Pop-Ikone Michael Jackson ausrichten, "Tribute 2009" genannt. Nicht in New York, London oder Paris, wie man vermuten könnte. Sondern ausgerechnet in Wien.

Österreichs Hauptstadt fiebert dem für Ende September geplanten Ereignis schon entgegen. 85 000 Besucher werden erwartet, vielleicht eine Milliarde Zuschauer weltweit an den Fernsehapparaten - und alles vor der wunderschönen Kulisse des weltberühmten Schlosses Schönbrunn in bester Lage im Wiener Stadtgebiet.

Georg Kindel darf sich die Finger reiben, dass ausgerechnet er das Mega-Konzert veranstalten wird. "Das wird das größte Spektakel, das Österreich je erlebt hat", prophezeit der 41-Jährige Wiener. Der Kartenvorverkauf hat Ende vergangener Woche bereits begonnen. Zum Teil brachen Kindels Internetseiten zusammen, weil sie dem Andrang der Fans nicht standhielten. Auch wenn die billigste Karte erst bei 63 Euro beginnt und der teuerste Platz 518 Euro kostet. Es spielte auch keine Rolle, dass die Namen der teilnehmenden Künstler noch nicht bekannt sind.

Dass das Gedenk-Konzert in Wien stattfindet, hat Kindel einem ganz konkreten Kontakt zu verdanken. Schon länger kennt er Jermaine Jackson, den Bruder des verstorbenen Pop-Künstlers. Jermaine Jackson hatte die Idee für die Gedenkveranstaltung und verkündete das Ereignis publikumswirksam über den US-Nachrichtensender CNN. Jackson brauchte jemanden, dem er zutraute, solch ein Mega-Ereignis auf die Beine zu stellen. Und Georg Kindel hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er der richtige Mann dafür ist.

Der Wiener führt das Unternehmen "World Awards Media". Und der Name der Firma deutet schon an, womit Kindel in den vergangenen Jahren erfolgreich sein Geld verdient hat. Mit viel Ideenreichtum schuf Kindel seit dem Jahr 2000 einen "World Award" nach dem anderen. Weltweit bekannte Männer und Frauen bekamen die Auszeichnung für Verdienste, die nicht immer ganz klar nachvollziehbar waren. Aber Hauptsache, es sind klingende Namen und Prominente, die dann auch noch nach Wien kommen. Gründungspräsident der Awards ist etwa Michael Gorbatschow, der letzte Staatschef der Sowjetunion. Und natürlich kennt Kindel Jermaine Jackson aus der Arbeit für die "World Awards". Erst im Juli war er in Österreichs Hauptstadt und trat auf einer von Kindels Veranstaltungen auf.

Die Stadt Wien ist froh, dass sie auf solch einen geschäftstüchtigen Mann wie Kindel zählen kann. Natürlich leidet auch die Donau-Metropole krisenbedingt unter einem Besucherschwund. Da kommt es den Stadtvätern gelegen, dass Kindel und Jackson Ende September dieses außergewöhnliche Konzert ausrichten wollen. "Wir freuen uns sehr, diese Sensationsveranstaltung nach Wien zu holen", sagt Vizebürgermeisterin Renate Brauner. 600 000 Euro will die Stadt selbst für die Organisation bereitstellen. Aber das tut nicht weh - angesichts des zu erwartenden gewaltigen Besucherzustroms Ende September. Kindel ist einfach ein Garant für Millionen.

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