Gesellschaft
Terrorgefahr beunruhigt Menschen mehr als der Klimawandel

Krankheit, Tod und Verletzung gehören nach einer Studie weltweit zu den am meisten verbreiteten Ängsten. Dagegen bereitet der Klimawandel weit weniger Menschen Sorge.

dpa NüRNBERG. Krankheit, Tod und Verletzung gehören nach einer Studie weltweit zu den am meisten verbreiteten Ängsten. Dagegen bereitet der Klimawandel weit weniger Menschen Sorge.

Dies geht aus einer Befragung von etwa 21 000 Personen durch das Marktforschungsinstitut GfK hervor. Aber auch Terror und Krieg schürten weltweit die Ängste, teilte das Nürnberger Institut mit. Auf die Frage, „Was ist Ihre größte tägliche Angst?“, antworteten 39 Prozent der Deutschen, Tod, Krankheit und Verletzungen in der Familie. 20 Prozent hätten überhaupt keine Ängste. Finanzielle Probleme, zum Beispiel durch den Verlust des Arbeitsplatzes, bereiten zwölf Prozent der Deutschen Sorgen. Die Trennung vom Partner oder Probleme mit den Kindern spielten hierzulande eine untergeordnete Rolle.

Für die repräsentative Studie im Auftrag des „Wall Street Journal Europe“ wurden im September und Oktober Menschen in 20 Ländern Europas, in Indien und den USA befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die US-Amerikaner mit 16 Prozent deutlich weniger Angst vor Tod, Krankheit und Verletzung haben als beispielsweise die Schweden (51 Prozent). Mehr als ein Drittel der befragten US-Amerikaner habe gar keine Ängste. Werden bei dieser Frage alle befragten Menschen betrachtet, sind es lediglich ein Fünftel.

Zudem sorgen sich viele Menschen vor Terror oder Krieg. Ein Drittel aller Befragten fürchtet dies der Studie zufolge, wobei die Angst vor Terror in den meisten Ländern überwiege. In Westeuropa zeigt sich die spanische und französische Bevölkerung besonders sorgengeplagt: 47 beziehungsweise 38 Prozent haben Angst vor Terroranschlägen oder Krieg. Für die US-Bürger hat das Thema einen geringeren Stellenwert: Nur ein Viertel äußerte hier Ängste. Der Klimawandel und andere Umweltprobleme beschäftigt der Umfrage zufolge 14 Prozent der Menschen in den untersuchten Ländern.

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