Gesellschaftsspiele
Die Rettung von Blue Moon City

Für Nichtspieler ist alles beim Alten geblieben: „Blue Moon“ ist die seltene Mondkonstellation, bei der der Vollmond in einem Monat zweimal auftritt. Für Spieler dagegen hat „Blue Moon“ längst nichts mehr mit dem Vollmond zu tun. „Blue Moon“, das ist eine komplette Welt mit verschiedenen Völkern, einer umfassenden Schöpfungsgeschichte und einer eigenen Website.

DÜSSELDORF. Mit Zwei-Personen-Spielen hat alles angefangen, mittlerweile fand der Stuttgarter Kosmos-Verlag es an der Zeit, ein Vier-Personen-Spiel nachzulegen.

„Blue Moon City“, so die Handlung, liegt in Trümmern. Gemeinsam mit den Völkern des Blue-Moon-Imperiums sowie einer Familie freundlicher Drachen ist es nun unsere Aufgabe, die Stadt neu aufzubauen. Der Lohn der Mühe: Magische Kristalle. Doch auch die behalten wir nicht lange, denn als gute Bürger von Blue Moon tragen wir sie als Opfer in den Tempel, erringen so die Gunst der Götter und mit ihr hoffentlich auch den Sieg.

Eine phantastische Geschichte, die manch einen Spieler so richtig neugierig auf das Spiel macht, andere aber wohl eher abschrecken wird. Also lassen wir die ganze Magie und das Heldentum mal beiseite. Was bleibt? Ein klassisches Mangelspiel, bei dem wir wenige Karten und kurze Zugweiten optimal einsetzen müssen. Über Trümmer läuft es sich schlecht, deshalb kommen wir in der Stadt nur langsam voran. Einmal angekommen, helfen wir aufbauen.

Doch das kostet Karten – ebenso wie die Hilfe der Drachen und anderer Blue-Moon-Völker. Auch für zusätzliche Schritte brauchen wir weitere Karten. Doch davon gibt es pro Runde gerade mal zwei. Und zwei, dass wissen wir schon nach wenigen Zügen, sind grundsätzlich zu wenig. Also konzentrieren wir uns auf den Bau, ignorieren möglichst die interessanten Sonderfunktionen der Karten und versuchen, möglichst effizient zu sein. Nur selten nutzen wir eine der Spezialeigenschaften. Eben wenn es gilt, eine der wichtigen Drachenschuppen zu bekommen. Oder wenn ein besonders wertvolles Haus fast fertig ist. Sprich: Wir müssen den Wagemut der Blue-Moon-Helden mit schwäbischer Sparsamkeit verknüpfen – nur dann gelingt uns der Sieg.

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Die Fantasy-Grafik von Blue Moon City ist Gewöhnungssache. Doch Blue Moon ist Kult, lebt also entscheidend eben von dieser Grafik, die speziell die Fantasy-Gemeinde anspricht. Allerdings besteht die Gefahr, andere Gruppen auszuschließen. Das wäre schade, denn Blue-Moon hat einen hohen Reiz und große Spieltiefe. Wem es optisch gefällt, der wird begeistert sein, die übrigen sollten versuchen, vornehmlich das Spiel zu sehen. Es lohnt.

Blue Moon City
Kosmos, Stuttgart
2 – 4 Spieler ab 10 Jahren
ca. 60 min
ca. 25 Euro

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