Gesellschaftsspiele
Eroberungen im Mittelalter

Ritter, das lehrt uns die Geschichte, verachten die Feigheit, legen keinen Hinterhalt und bevorzugen offene Kämpfe, bei denen nicht List und Tücke siegen, sondern das wahre Heldentum. Wenn es jedoch darum geht, fremde Burgen zu erobern, ist alles erlaubt. Diese weniger hehren Leitlinien befolgen wir bei unseren Eroberungszügen in Rüdiger Dorns „Raub Ritter“.

DÜSSELDORF. Ritterliche Ideale bildeten die Leitlinie, die die edlen Streiter auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehre folgten. Allerdings störten diese Ideale nicht, wenn es darum ging, anderer Ritter Reichtum in Besitz zu nehmen.

„Raub Ritter“ ist ein strategisches Legespiel. Zu Beginn liegen gerade mal vier Landschaftskarten in der Mitte des Spielfelds. Zug für Zug legen wir nun je zwei neue Karten an. Dadurch entsteht eine reiche Landschaft aus Städten, Dörfern, Burgen, Wäldern, Ebenen und Gebirgen. Unser Hauptaugenmerk allerdings liegt nicht auf der Landschaftsentwicklung, wir suchen die Eroberung. Decken wir eine Burg auf, platzieren wir bis zu fünf Ritter in dieser Burg und schicken sie anschließend auf Raubzug ins Umland.

Auf unserem Weg lassen wir je nach Beschaffenheit der Landschaft ein bis zwei Ritter zurück, so dass wir im besten Fall fünf Landschaftskarten mit unseren Rittern belegen. Vorerst gehören diese Landschaften und darin enthaltene Städte, Burgen und Dörfer uns. Allerdings können wir uns der Eroberungen noch nicht sicher sein. Auch die übrigen Burgherren schicken Ritter aus.

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Beim Kampf um die Landschaften gilt die unschöne Regel: Wer zuletzt kommt, malt zuerst. Besetzt ein weiterer Ritter eine bereits von uns eroberte Stadt, müssen wir klein bei geben und dem Aggressor den Platz übereignen. Zum Glück haben nur vier Ritter auf einer Landschaftskarte Platz. Der Vierte ist unangreifbar – und blockiert auch noch den Durchgang für weitere Aggressoren. Doch das Spielfeld wächst ja beständig weiter, neue Schlachtfelder tun sich auf, weitere lukrative Städte warten auf mutige Ritter und der letzte Kampf ist noch lange nicht gekämpft.

„Raub Ritter“ gehört zu einer neuen Reihe „kleiner“ Spiele des Queen-Verlags. Diese Spiele zeichnen sich durch recht einfach zu erfassende Spielmechanismen hoher Qualität aus. Es sind recht schnelle Spiele, die sich durchaus auch mal für Zwischendurch eignen. Strategisch wiederum steht „Raub & Ritter“ einem großen Brettspiel in nichts nach. Es mag recht harmlos daherkommen mit seinen kleinen Landschaftskärtchen, doch wer die Mehrheit in möglichst vielen Städten erlangen will, muss sich schon ordentlich den Kopf zerbrechen.

Raub Ritter
Queen-Games, Troisdorf
2 – 4 Spieler ab 8 Jahren
ca. 45 min
ca. 15 Euro

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