Gesellschaftsspiele
Kells – die Hochkönige von Tara

Um die Hügel von Tara, westlich von Dublin in Irland gelegen, ranken sich viele Legenden. Die Hügel seien schon lange ein spirituelles Zentrum gewesen. Gepaart mit den Ornamenten des „Book of Kells“, einer reich verzierten mittelalterlichen Abschrift des Neuen Testaments, ist so ein Spiel entstanden, das irischer kaum sein könnte: „Kells – The High Kings of Tara“.

DÜSSELDORF. Die Hügel von Tara dienten im frühen Mittelalter als der Sitz der Hochkönige von Irland – idealer Hintergrund für ein Spiel. Schon vor sieben Jahren hat Autor Murray Heasman das wunderschöne Legespiel auf den Markt gebracht. In Deutschland hat sich das Spiel leider bisher nicht durchsetzen können – unverdientermaßen, denn Kells ist ein nicht nur schönes, sondern auch ein hoch attraktives Strategiespiel.

Nun ist es wieder da, heißt in der neuen Version „Tara“ und hat sich auch ein wenig aufgemöbelt: Statt der Pappplättchen gibt es diesmal erhabene Plastiksteine, die das Spiel auch zu einem sinnlichen Vergnügen machen. Da Heasman das Project Kells als eine Art Spielesammlung mit immer neuen Ideen angelegt hat, ist der Spieler auf die das Internet angewiesen. Im Grundspiel finden wir nur die Regel für die „Heiligen Hügel“.

Hier geht es darum, mehrere Befestigungshügel so zu verbinden, dass wir mehrere kleine Königreiche zu einem möglichst großen Königreich zusammenfassen. In der nächsten Variante wird es etwas komplizierter. Jetzt geht es darum, mit den Steinen möglichst lange Schleifenmuster zu legen. Hier gestaltet sich das Spiel schon als echte Denkaufgabe, denn ein falsch gelegter Stein teilt die Schlaufe in zwei Stücke – und verringert so die Punktzahl. Auf der Internetseite warten bereits weitere Spielideen – und es sollen immer mehr werden.

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Dass Kells sechs Jahre lang keinen rechten Erfolg in Deutschland hatte, ist dem Spiel nicht anzulasten. Es fehlte einfach am richtigen Vertrieb, der es auch flächendeckend verfügbar macht. Nun ist Hoffnung, dass Kells als „Tara“ doch die verdiente Anerkennung bekommt. Die vorliegende Fassung jedenfalls ist nicht nur strategisch, sondern auch optisch attraktiv. Sie hat mehr Charme als die frühere Pappvariante, auch wenn sie noch lange nicht an die Deluxe-Version aus Stein heranreicht, die Liebhaber für rund 400 Euro erwerben können. Nervig ist zwar, dass man die Spielanleitungen aus dem Internet laden muss, aber all zu negativ fällt das nicht ins Gewicht.

Tara
Tailten Games
2 Spieler ab 8 Jahren
ca. 30 min
ca. 28 Euro

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