Gesellschaftsspiele
Ohne Mauer keine Stadt

Städte bestehen in erster Linie aus Häusern. Doch Häuer alleine, das lehrt uns das Spiel „Mauer Bauer“ machen noch lange keine Stadt aus. Eine Mauer muss her – die ganze Stadt muss sie umschließen. Und auch Türme braucht eine richtige Stadt. Das interessanteste Element an Mauer Bauer ist die stets wechselnde Strategie.

DÜSSELDORF. Es steht zwar nicht ausdrücklich in der Regel, doch Mauer Bauer vollführt mit uns einen Zeitsprung in die Vergangenheit. Der Städtebau mit seinen Mauern, Türmen, den wenigen Häusern und dem ein oder anderen Palazzo legt dies nahe.

Mauern sind, der Titel lässt es vermuten, das zentrale Element des Spiels. Mit den Mauern beginnt jeder Zug: Die erste Aufgabe ist immer, eine Mauer auf dem Spielplan zu platzieren. Dann erst entscheidet ein Würfel, welche Türme wir an diese Mauer setzen und welche Häuser wir anbauen dürfen oder gar müssen. Bei der Mauer sind wir frei, anschließend sind wir Knechte. Klingt nach viel Glück und wenig Strategie, doch so ist es nicht. Unser Städtebau folgt durchaus einem größeren Plan.

Wenn wir nämlich Mauern, Türme und Häuser platzieren haben wir bereits die anschließenden Wertungen im Sinn. Solche Wertungen treten immer dann ein, wenn ein Spieler mit seiner Mauer eine Stadt abschließt. Nun bekommen wir wahlweise Punkte für freie Mauerstücke, für farbige Häuser außerhalb oder innerhalb einer Stadt aber auch dafür, dass die Stadt eine bestimmte Größe erreicht. Was wir werten, hängt von unseren Handkarten ab. Sechs solcher Karten haben wir auf der Hand. Sie zeigen verschiedene Wertungsmöglichkeiten, aus denen wir die für uns vorteilhafteste wählen. Die Karten bestimmen unsere Strategie – und da wir stets Karten abgeben und Karten neu nachziehen, wird sich auch mehrfach unsere Strategie ändern.

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Hatten wir es eben noch auf eine Stadt mit möglichst vielen grünen Palästen abgesehen, gilt wenig später unser Interesse möglichst vielen freistehenden grauen Türmen am Wasser. Weil alle Spieler an der Wertung teilnehmen, sollte man gut überlegen, bevor man eine Stadt schließt. Selber mit drei mageren Punkten vom Platz zu gehen, wenn ein Gegner stattdessen neun Punkte kassiert, ist bitter. Da lässt sich der Zug sicher anders weit besser verwenden. Außerdem darf der hinterste Spieler nun noch Karten tauschen – eine Option, die das ganze Spiel noch einmal drehen kann.

Das interessanteste Element an Mauer Bauer ist die stets wechselnde Strategie. Weil wir nicht wissen, was uns die kommenden Karten bringen, müssen wir sehr flexibel spielen und uns auf so manche auch unangenehme Überraschung einstellen.

Mauer Bauer
Hans im Glück, München
2 – 4 Spieler ab 8 Jahren
ca. 45 min
ca. 30 Euro

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