Gesellschaftsspiele
Timbuktu und die Geheimnisse der Karawanen

Karawanen umgibt seit je der Hauch des Abenteuers. Sich tagsüber durch die sengende Hitze der Wüste und durch Sandstürme zu kämpfen, um am Abend am Lagerfeuer Geschichten aus grauer Vorzeit zu lauschen – das hat viele Autoren inspiriert. Autor Dirk Henn gründet auf diesen Geschichten sein neues Spiel „Timbuktu“. Auch hier geht es abenteuerlich zu.

HB DÜSSELDORF. Als Karawanenführer müssen wir mit möglichst vielen Waren die Stadt Timbuktu erreichen. Auch Henns Spiel birgt eine Geschichte in sich. Wir agieren nicht nur strategisch, beim Spielen durchleben wir gleichzeitig die Reise nach Timbuktu. Gold, Kaffee, Pfeffer, Salz und Wasser tragen unsere Kamele zu Beginn auf dem Rücken. Der Tag verläuft friedlich, doch schon an der Oase angekommen, geht der Verrat los. An mehreren Plätzen der Oase schlagen Diebe zu. Zum Glück sind wir misstrauisch.

Wir hatten Informanten ausgeschickt und kennen daher wenigstens einige Tatorte. Die Bilanz: Unser Schaden ist gering. Etwas Pfeffer fehlt, Kaffee ist auch abhanden gekommen. In der nächsten Oase sind wir noch vorsichtiger. Zu unseren eigenen Informanten engagieren wir zusätzliche Aufpasser, die uns weitere Tatorte verraten. Wieder hoffen wir, weitgehend verschont zu bleiben. Doch das hoffen die Gegner auch. Runde für Runde bewegen wir unsere Kamele von Oase zu Oase, ändern dabei ständig die Reihenfolge unserer Kamele – und versuchen so, gefährliche Orte zu meiden. So zieht die Karawane voran, bis alle Kamele am nächsten Stopp angekommen sind. Endlich haben wir Timbuktu erreicht. Wer hier mit möglichst wertvollen Waren ankommt, gewinnt das Spiel.

Auf den ersten Blick scheint Timbuktu banal einfach. Doch auf den zweiten Blick sehen wir ein spannendes Logikspiel. Zentrum des Spiels sind die Diebeskarten, mit deren Hilfe wir deduktiv die verschiedenen Tatorte ermitteln. Glück ist auch im Spiel, denn häufig erkennen wir die Tatorte zu spät. Pech für uns. Mehr und mehr Waren wandern aus unserem Vorrat. Teils zahlen wir sie, um ein Kamel auf einen anderen Platz zu schmuggeln, teils verlieren wir sie durch einen Raubzug.

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Entscheidend ist, wie viele Waren am Ende übrig bleiben. Daraus errechnet sich am Ende der Wert unserer Fracht – Angebot und Nachfrage entscheiden über Sieg und Verlust. Einfach zu erfassen, komplex im Ablauf, eingebettet in eine stimmige Geschichte. Ein Makel tauchte allerdings beim Testspiel auf, bei dem die Aufkleber nicht richtig hafteten. Der Verlag versichert aber, dass dies ein Einzelfall ist.

Timbuktu
Queen, Troisdorf
3 – 5 Spieler ab 10 Jahren
ca. 60 min
ca. 25 Euro

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