Gesinnungswandel
Die Zukunft isst vegetarisch

Genuss ist nicht länger an ein saftiges Steak gekoppelt. Ein Gesinnungswandel hält derzeit Einzug in die europäische Spitzengastronomie: Die Fleischlosigkeit setzt sich durch. Von miesepetrigem Körnerpicken und fadem Fleischersatz sind die neuen Gerichte Lichtjahre entfernt.

DÜSSELDORF. Pythagoras war der Erste in Europa. Während in Asien und auf dem indischen Subkontinent der freiwillige Fleischverzicht aus religiösen Gründen bereits praktiziert wurde, stand der griechische Mathematiker mit seinem Entschluss, tierisches Eiweiß vom Speiseplan zu streichen, in Europa ziemlich allein da.

Heute wäre er in bester Gesellschaft: Eugen Drewermann, Julia Roberts, Paul McCartney, Kim Basinger, Bryan Adams, Nadja Auermann sind nur einige der prominenten Vegetarier. Die Vorliebe für Pflanzenkost schleicht sich auch in die Chefetagen. Mit den entsprechenden Konsequenzen. „Früher musste ich mich bei Konferenzen in der Mittagspause mit Salat und Käse begnügen, heute hat jeder gute Caterer vegetarische Hauptgerichte in seinem Repertoire“, erzählt der Marketingleiter Armin Becker. Und keine Linienfluggesellschaft kann es sich leisten ohne vegetarisches Menü abzuheben.

Im Unterschied zu Pythagoras geht es vielen Vegetariern heute nicht um Askese, sondern um Gesundheit und Wohlbefinden. Genuss ist nicht länger an ein saftiges Steak gekoppelt.

Dieser Gesinnungswandel hält auch Einzug in die europäische Spitzengastronomie. Sterneköche wie Frank Öhler, der das Hotel-Restaurant „Erbprinz“ in Ettlingen in kürzester Zeit kulinarisch auf Vordermann gebracht hat, sagen: „Die Zukunft isst vegetarisch!“

Seite 1:

Die Zukunft isst vegetarisch

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%