Gleichberechtigung
Iran setzt erstmals Frau an Theaterspitze

Im Iran sollen mehr Frauen Führungspositionen bekleiden - das gilt auch für den Kulturbetrieb. Erstmals ernennt das Kultusministerium eine Frau zur Intendantin des Theaters in Teheran: die Regisseurin Parisa Moghtadi.
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TeheranDie Islamische Republik Iran hat erstmals in ihrer 35-jährigen Geschichte eine Frau als Intendantin des Stadttheaters in Teheran ernannt. Die 43-jährige Theaterregisseurin Parisa Moghtadi sei vom Kultusministerium zur Chefin des größten Theaterkomplexes in der Hauptstadt gemacht worden, meldete die Mehr Nachrichtenagentur am Montag.

Die in der südiranischen Stadt Schiras geborene Moghtadi machte zunächst ihr Diplom in Stadtplanung. Danach kam sie nach Teheran, wo sie an der Kunstuniversität Theaterwissenschaften studierte. Neben der Inszenierung mehrerer Bühnenstücke, agierte sie auch vier Jahre lang als stellvertretende Intendantin des Stadttheaters. Derzeit läuft in Teheran das von ihr selbst geschriebene Schauspiel „Pause ohne Pause“.

Präsident Hassan Ruhani hatte nach seinem Amtsantritt im August letzten Jahres versprochen, dass Frauen während seiner Regierungszeit auch Führungspositionen einnehmen würden. Drei von Ruhanis Vizepräsidenten sind Frauen, aber in seine Regierung hat es bis jetzt noch keine Frau geschafft.



dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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