Grand Prix
Ticket nach Helsinki

Deutschland swingt beim Grand Prix: Das Ticket zum großen Finale in Helsinki hat sich beim deutschen Vorenscheid ein heimlicher Favorit geholt. Von Monrose und Heinz Rudolf Kunze hatte schon jeder gehört. Doch die Stars mussten sich dann doch von einem anderen geschlagen geben.

HB HAMBURG. Als heimlicher Favorit ist Swingmusiker Roger Cicero (36) beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest ins Rennen gegangen - und sorgte für die Überraschung des Abends. Die favorisierte Casting- Band Monrose schlug der 36-Jährige ebenso aus dem Rennen wie den erfahrenen Deutschrocker Heinz Rudolf Kunze (50). Mit seinem Song „Frauen regier'n die Welt“ sang sich Cicero am Donnerstagabend in die Herzen des Publikums im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ebenso wie in die der TV-Zuschauer. Per Anruf und SMS hatten die Fans in der ARD-Live-Show über ihr Lied für den Wettbewerb am 12. Mai in Helsinki abgestimmt. Noch etwas ungläubig, aber glücklich lagen sich Cicero und seine Musiker am Ende in den Armen.

Seinen eigenen Erfolg konnte der Hamburger noch gar nicht fassen. „Ich bin total überwältigt und habe wirklich weiche Knie bekommen, als mein Name genannt wurde“, sagte der 36-Jährige nach dem Wettbewerb. „Es ist einfach großartig!“ Seinen Auftritt im internationalen Finale will er ähnlich gestalten wie beim Vorentscheid und ganz auf englischsprachige Passagen verzichten. „Deutscher Swing in Deutschland ist durchaus etwas Besonderes. Ich werde mein Bestes geben.“ Noch etwas ungewohnt posierten er und seine Musiker für die zahlreichen Fotografen und Kamerateams.

Nach Angaben des federführenden Norddeutschen Rundfunks (NDR) wurden rund 900 000 Stimmen während der ARD-Live-Show abgegeben. „Für Cicero die absolute Mehrheit“, berichtete NDR-Unterhaltungschef Jan Schulte-Kellinghaus. Auf weitere Details zu den Ergebnissen verzichtet der Sender bewusst. „Der Grand Prix ist doch jedes Mal für eine Überraschung gut“, kommentierte er das Ergebnis. Im vergangenen Jahr hatte die Countryband Texas Lightning überraschend Favoritin Vicky Leandros geschlagen, war dann im Finale aber nur auf Platz 15 gelandet - obwohl ihr Song „No No Never“ in Deutschland ein Hit war.

Auch Moderator Thomas Hermanns sah „viele Parallelen zum Vorjahr“. Wieder habe es einen potenziellen Favoriten und einen „charmanten Underdog“ gegeben. „Es gab Gewinner, es gab Tränen, es gab Drama - das ist Grand Prix“, meinte der Comedian. Und Schauspieler Georg Uecker ergänzte in Anspielung auf das Markenzeichen der Cowboys und der Swingmusiker: „Ohne Hut geht scheinbar gar nichts mehr.“ Das Geheimnis, wie es unter seiner Kopfbedeckung aussieht, wollte Cicero auf der anschließenden Pressekonferenz jedoch nicht lüften. „So private Fragen beantworte ich dann doch nicht“, sagte er.

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