Größte Barbie-Sammlung der Welt
Langbeiniger Mythos unterm Hammer

Beim renommierten Auktionshaus Christie's kommen am Dienstag anstatt Alter Meister und wertvoller Antiquitäten Plastik-Produkte mit Spaßfaktor unter den Hammer. Die größte Barbie-Sammlung der Welt, die nun versteigert wird, erzählt auch die Geschichte der Modewelt.

HB LONDON. Welche Frau hat 94 Mal den Beruf sowie 44 Mal die Nationalität gewechselt, bislang 43 Haustiere besessen - bis hin zu einem Schimpansen und einer Giraffe - und sieht mit bald 50 immer noch aus wie 17? In 150 Ländern ist diese elegante Schlanke zu Hause. Mehr als eine Milliarde Kleidungsstücke und Schuhe wurden für sie produziert. Sie ist ein Mythos, den jeder kennt: Barbie. In rund 4000 verschiedenen Exemplaren kommt sie an diesem Dienstag (26.9.) in London unter den Hammer.

„Wir sind stolz, die vermutlich weltweit größte private Sammlung von Barbie-Puppen versteigern zu können“, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Christie's. Der geschätzte Erlös von 100 000 Pfund (145 000 Euro) ist zwar nichts im Vergleich zu den Millionensummen bei der Versteigerung Alter Meister, aber bei Barbie kommt es dem Auktionshaus vor allem auf den Spaßfaktor an: „Wir werden eine faszinierende Prozession von der allerersten Barbie bis zu Sondermodellen berühmter Designer erleben.“

Seit Ruth und Elliot Handler, die Gründer der Spielzeugfirma Mattel, 1959 in New York die erste Barbie vorstellten, sind der Puppe immer wieder Züge berühmter Damen verliehen worden. Mal erinnerte ihr Outfit an Jackie Kennedy, mal an Coco Chanel oder an Grace Kelly. Mal wurde ihr das Aussehen einer hübschen afrikanischen Häuptlingstochter gegeben und dann wieder das einer schönen Asiatin. Oft genug setzte freilich Barbie den Trend und andere folgten: Paris Hilton gilt als ein lebendiges Beispiel.

In ungezählten Geschichten wurde Barbie eine eigene Gedankenwelt mit richtungweisenden Äußerungen angedichtet. Als Mattel es 1992 mit einer sprechenden „Teen Talk Barbie“ versuchte, waren Anspruchsvollere enttäuscht. Sprech-Barbies erster Satz: „I love shopping!“ Freilich war die Möglichkeit, die Puppe ständig nach dem neuesten Trend zu kleiden, ein Hauptgrund für ihren Welterfolg. „Die Puppe verkauft Mode und Mode verkauft die Puppe“, lautete ein Leitsatz von Ruth Handler.

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