Großes Erzählkino voller Schauwerte: Neu im Kino: "Unterwegs nach Cold Mountain"

Großes Erzählkino voller Schauwerte
Neu im Kino: "Unterwegs nach Cold Mountain"

Ein Kuss nur, ein einziger Kuss. Dann zieht er in den Krieg gegen die Yankees, während sie zuhause in den Bergen von North Carolina auf ihn wartet, im Nest Cold Mountain, um 1860.

Die Romanze gewinnt besonderes Gewicht durch die beiden Schauspieler: Jude Law und Nicole Kidman. Schon wenn sie sich zum ersten Mal treffen: Ada, die Tochter des Pfarrers, kommt soeben aus der Stadt, Inman zimmert gerade das Gerüst für die Kirche - schon bei diesem ersten Treffen schafft der Film eine magnetische Aura um die beiden.

Regisseur Anthony Minghella ("Der englische Patient") trennt in seiner Verfilmung eines Romans von Charles Frazier die beiden Liebenden dann aber für die Dauer fast des gesamten Films (immerhin zweieinhalb Stunden). Er erzählt, wie Adas Vater (Donald Sutherland) stirbt, wie Ada in ärmlichen Verhältnissen auf einer kleinen Farm überlebt, die sie mit einer derb-tüchtigen Hilfe (Renée Zellweger) betreibt. Parallel dazu erzählt er, wie Inman eine Schlacht schwer verwundet überlebt, aus dem Lazarett desertiert und sich auf den langen Weg nach Hause macht. Getrennt voneinander überleben beide in Gedanken an ihre Liebe (auch wenn es kein Happyend gibt).

Dazu: zahlreiche Nebenhandlungen; eindrucksvolle Landschaften; die liebevolle Rekonstruktion eines kleinen Städtchens und die aufwendige Rekonstruktion eines Kapitels des Bürgerkriegs. Der Film ist reich an Figuren und an Geschichten - ein großes Erzähl-Kino voller Schauwerte.

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