Gute Stimmung
Starke Motive sind begehrt bei Sammlern

Es wird wieder gekauft: In New York konnten eine Fotomesse und Auktionatoren vom wachsenden Interesse an historischen und aktuellen Lichtbildern profitieren. Herausragendes brachte dabei sechsstellige Summen ein.
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New YorkDer jüngste Markttest in New York brachte Fotohändlern ein Stimmungshoch. Es wird offenbar wieder gekauft, und das Untergangsgerede scheint erst einmal vorbei zu sein. Besonders erleichtert war die mit 32 Ausgaben etwas betagte Messe der Association of International Photography Art Dealers (AIPAD).

In einer beharrlichen Trendwende orientierte sie sich weg von der Auslage oft durchschnittlicher Schwarz-Weiß-Fotografie auf Grabbeltischen hin zu prägnanten Großformaten, neuen Medien und experimentellen Werken. Das brachte Rekordzahlen (11.000 Besucher) und gute Verkäufe.

„Für uns ist es sehr gut gelaufen, sowohl bei Vintage (zeitnah zur Aufnahme gemachten Abzügen) als auch bei Zeitgenössischem“, kommentierte Robert Mann aus New York. „Die Messe wird immer besser“, meint nicht nur er. AIPAD-Präsident Stephen Bulger beschreibt den Geschmackswandel: „Vor 20 Jahren zeigten die meisten Stände dieselben fünf Topfotografen. Die Leute sind heute anspruchsvoller und suchen das Besondere.“

Das bewog auch David Zwirner (New York), zum ersten Mal sein Fotoprogramm mit einer Einzelshow Philip-Lorca diCorcias vorzustellen. Die brachte ihm eine Reihe neuer Kunden. Aber auch herausragende frühe Aufnahmen des 19. Jahrhunderts, etwa bei Hans P. Kraus, Jr., Charles Isaacs und Daniel Blau, verkauften sich gut an amerikanische und internationale Museen und Sammler für sechsstellige Summen.

Für Daniel Blaus Fotos der 1850er- und 1860er-Jahre und neu entdeckte „Kalotypien“ Gustave Le Grays hatte sich die Anreise aus München gelohnt: „Wir konnten Kontakt zu vielen amerikanischen Kuratoren halten, die nach der Spesenkürzung jetzt weniger reisen.“

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