Hamburger Unternehmen
Imagepflege mit Kunst

Kunstsinnige Unternehmen sammeln oft im Verborgenen. An diesem Wochenende öffnen 20 Hamburger Kanzleien und Firmen jedoch ihre Büros. Die „Add Art“ genannte Veranstaltung zog im letzten Jahr anlässlich ihrer Premiere 1.200 Besucher an.
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HamburgBislang waren die Hamburger Unternehmen scheu, wenn es darum ging, ihren Reichtum an Kunstbesitz zu zeigen. Seit dem vergangenen Jahr hat sich das geändert. Die Initiative „Add Art“, getragen vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI, der Handelskammer Hamburg, aber auch von zwei lokalen Hochschulen und einer PR-Agentur, lockte bei der Premiere gut 1.200 Besucher in die heiligen Hallen der Hamburger Wirtschaft. Büros, Konferenzräume und Flure öffneten sich für ein Publikum, das mit Führungen kenntnisreich durch die ihm sonst verschlossenen Bereiche geleitet wurde.

Dieser Erfolg motivierte die Veranstalter, erneut eine Add Art stattfinden zu lassen. Der Titel ist dabei durchaus programmatisch gemeint. Es geht um die unterschiedlichen Varianten, wie sich Unternehmen Kunst zu Nutze machen und umgekehrt der Kunst oder den Künstlern dabei Nutzen stiften. Weniger prosaisch wird diese Strategie meist „Win-Win-Situation“ genannt.

Selbstporträt aus Schokolade

Die Besucher der Add Art profitieren auf jeden Fall von den zwei Novembertagen der offenen Tür, wenn sie beispielsweise die großartige und gleichzeitig auch weltweit größte Sammlung an Arbeiten von Dieter Roth besichtigen, zusammengetragen von einem der Partner der Anwaltskanzlei Buse Heberer Fromm. Dieter Roth, enfant terrible der modernen Kunst, trifft hier mit seinen Selbstporträts aus Schokolade oder Bildern aus zerquetschten Bananen auf die zumindest räumlich wohlgeordnete Welt der Juristen.

Eine andere Kanzlei, Freshfields Bruckhaus Deringer, öffnet für die Zeit der Add Art ihre Besprechungsräume. Sie sind jeweils einem einzelnen Künstler gewidmet und wirken wie kleine feine Sonderausstellungen von Joseph Beuys oder Sigmar Polke.

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Seestücke bei Hapag-Lloyd

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