Hasso Plattner Museum für die Sinne

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Leihgeber wollen anonym bleiben
Das Palais Barberini in Potsdam, beherbergt das neue Kunstmuseum des Sammlers Hasso Plattner. Quelle: Bernd Settnik/dpa
Wieder auferstandene alte Pracht

Das Palais Barberini in Potsdam, beherbergt das neue Kunstmuseum des Sammlers Hasso Plattner.

(Foto: Bernd Settnik/dpa)

Plattner liebt die Sinnlichkeit des Impressionismus, das Spiel mit dem Licht und den lockeren Umgang mit der Farbe. "Mit dem Impressionismus erreichen Sie mehr Besucher als mit anderen Stilen," sagte der gebürtige Berliner auf der Eröffnungspressekonferenz. Weil Kaiser Wilhelm II. die Impressionisten als Rinnsteinkunst abgelehnt habe, sei diese Epoche in den Berliner Museen nur sparsam vertreten.

Potsdam aber zeigt die Landschaften des Impressionismus (bis 28.5.) gleich in ganzen Motivserien und in acht Sälen. Hochseesegler Plattner hat sich immer wieder für Küstenlandschaften mit aufgewühltem Meer entschieden. Was aber genau zur Privatsammlung des SAP-Mitgründers gehört, bleibt leider unklar. Denn kein einziger der privaten Leihgeber wird identifiziert.

Als Reaktion auf das umstrittene Kulturgutschutzgesetz hat der Sammler verfügt, dass seine Privatsammlung nach seinem Tod nicht nach Potsdam gelangt, sondern zurück an seinen Wohnsitz im kalifornischen Paolo Alto.

So sehr auch die Suche nach Innovation Hasso Plattners Leben geprägt hat, mit seinem Museum Barberini folgt er dem Retro-Trend und borgt sich den Glanz vergangener Zeiten. Nicht nur, dass das originale Bauwerk, das Palais Barberini im April 1945 im Bombenhagel zerstört wurde. Die von dem Sammler finanzierte Replik - neueste Technik hinter alter Fassade - schwelgt außen in barocker Pracht und innen bei den Treppengeländern in Art Deco. Bei der Kunst, so scheint es, sucht der Multimilliardär nicht das Zukunftweisende, sondern eher das Beruhigende, die Sinnenfreude für Augen, die Heimeligkeit des Altbewährten.

"Impressionismus. Die Kunst der Landschaft": Der Katalog kostet 29,90 im Museum, 39,95 im Buchhandel (Prestel Verlag).

"Klassiker der Moderne: Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky": Dazu gibt es zwei Kabinette mit einer kleinen Auswahl an Kunst aus der DDR.

Das Museum Barberini hat Die. geschlossen und bietet ein umfangreiches Führungsprogramm. Beide Ausstellungen laufen vom 23. Januar bis 5. Mai 2017.

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