Hauswedell & Nolte
Expressionistisches auf zarten Blättern

Das Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte legt einen Schwerpunkt seiner kommenden Auktion auf expressionistische Graphik. Daneben rundet eine umfangreiche Tranche mit Werken von Albrecht Dürer die Frühjahrsofferte ab.
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HamburgGut 1.000 Positionen umfassen die diesjährigen Frühjahrsauktionen des Hamburger Auktionshauses Hauswedell & Nolte. Am 13. und 14. Juni 2014 wird erneut ein breites Angebot an Graphik und Malerei angeboten, das vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Auf 35.000 Euro geschätzt ist Emil Noldes 1913 geschaffene Lithographie der „Heiligen Drei Könige“, die es auch auf den Titel des Katalogs geschafft hat. Es handelt sich um den einzigen Probedruck einer 300er-Auflage, den Nolde darüber hinaus großzügig mit Aquarellfarbe übermalte.

Zeitlich gut abgestimmt ist die Platzierung zweier Arbeiten des Franzosen Henri de Toulouse-Lautrec, denn zeitgleich zur Auktion findet in der Hamburger Kunsthalle eine große Lautrec-Ausstellung statt. Wer sich dort für das Plakat mit der leuchtendrot gekleideten Sängerin ‚May Belfort’ von 1895 begeistert hat, der kann die mit 12.000 Euro bewertete Lithographie gleich auf der Auktion erwerben.

Franz Marcs „Ruhende Pferde“

Einen Schwerpunkt der Offerten bildet auch dieses Jahr wieder die expressionistische Graphik. Neben einigen typischen Holzschnitten Erich Heckels, darunter die „Frau am Spiegel“ von 1908, die auf 10.000 Euro geschätzt ist, oder die „Frauen am Ufer“ von 1913 (taxiert mit 10.000 Euro), werden erneut eine Reihe von Zeichnungen Ernst Ludwig Kirchners angeboten. Aus der Dresdner Brücke-Zeit von 1910 stammen die „Zwei Frauen mit Hüten“. 20.000 Euro lautet die Taxe für die flott und sicher mit Tuschpinsel gezeichneten Schwestern mit orientalischer Kopfbedeckung. Poetisch verträumt ist dagegen die von intensiven Blau- und Grüntönen dominierte Komposition „Ruhende Pferde“ von Franz Marc. Für den 1911 geschaffenen schönen Farbholzschnitt werden 70.000 Euro erwartet.

Selten angeboten werden Arbeiten des russischen Revolutionskünstlers El Lissitzky. Um 1924 entwickelte er neue Ideen für Büro- und Wohnhäuser, die als „Wolkenbügel“ um Moskau herum gebaut werden sollten. Als Zeichen einer neuen Ära waren sie geplant, verwirklicht wurden sie nie. Der mit roter und blauer Kreide gezeichnete und mit ‚EL’ monogrammierte „Wolkenbügel“ wird mit 60.000 Euro bewertet.

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