Hintergrund
Leipziger Buchmesse steht in langer Tradition

Leipzig als Zentrum des europäischen Handels war schon Ende des 15. Jahrhunderts auch Treffpunkt der Buchhändler, Drucker und Verleger. Die ersten Mainzer Drucker hielten sich um 1470 auf der Leipziger Messe auf, 1481 druckte Marcus Brandis hier das erste Buch.

HB LEIPZIG. Um 1500 stand Leipzig mit elf Druckereien an der Spitze der über 60 deutschen Druckorte. Leipzig wurde zu einer ernsthaften Konkurrenz des älteren Messeplatzes Frankfurt/Main.

Nach der Reformation entwickelten sich Verlagsgewerbe und Buchhandel rasant, wurden aber vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) nahezu ausgelöscht. Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Buchmesse wieder einen Aufschwung. 1764 erklärten die Buchhändler Leipzig auf der Frankfurter „Fastenmesse“ zur „Hauptstadt“ des Buchhandels.

Nach einer Pause in der Nazi-Zeit begann man 1946 wieder, 1959 gab es eine internationale Buchkunstausstellung. 1973 wurden die traditionell zwei Buchmessen pro Jahr auf eine im Frühjahr reduziert. Bis zur Wende nahmen durchschnittlich 1000 Verlage daran teil. 1991 fand die erste eigenständige internationale Buchmesse nach der Wende statt. Seit 1998 präsentiert sich die Branche auf dem modernen Messegelände am Stadtrand.

Inzwischen gilt der vom Lesungsprogramm „Leipzig liest“ begleitete Branchentreff als unverzichtbar vor allem für kleinere und mittlere Verlage, die ihre Frühjahrs-Neuerscheinungen präsentieren.

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