Home-Stager
Typberatung für Gemäuer

Immobilienkauf ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Und manchmal schreckt der Geschmack der momentanen Eigentümer potenzielle Käufer ab. Hier treten Home-Stager auf den Plan. Sie machen Wohnungen schön für den Verkauf. Manchmal so sehr, dass die Verkäufer die Einrichtung übernehmen wollen.

DÜSSELDORF. Es könnte der Traum jeden Investmentbankers sein: eine Altbauwohnung im Frankfurter Westend, knapp 200 Quadratmeter, Fischgrätparkett, Kamin, Marmor. Doch die Fotos der Luxusimmobilie lassen wenig Raum für individuelle Vorstellungskraft. Trockenblumengestecke zieren das Wohnzimmer, im Bad hängen Seidenmorgenmäntel neben Fächerpalmen, auf Betten und Ablagen tummeln sich Puppen. Den neuen möglichen Besitzer schaudert’s beim ersten Blick aufs Exposé. Und er überlegt sich zweimal, ob er denn über 800 000 Euro investieren möchte – es sei denn, er liebt neobarocken Nippes.

„Manchmal schreckt der Geschmack der momentanen Eigentümer potenzielle Käufer ab“, sagt Madeleine von Beckerath. Denn Immobilienkauf ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Der erste Eindruck ist oftmals – ganz wie bei der Partnerwahl – entscheidend. Sogar die prächtigsten Immobilien können sehr lange auf dem Markt lungern, bevor sie den Richtigen finden. Und dabei ist das oftmals lediglich eine Stylingfrage. Das Problem ist oft nicht das Haus selbst, sondern der Eindruck, den es macht – oder besser, den es nicht macht.

Die aus Stockholm stammende Marketingexpertin hat deshalb gemeinsam mit der Betriebswirtin Kirsten Schildt eine Stilberatung für Wohnungen und Häuser eingerichtet. Seit Januar 2007 ist ihre Firma „Home Staging“ auf dem deutschen Markt aktiv. Für Makler, aber auch für Privatkunden bietet die Agentur Beratung an und setzt die Konzepte auch in die Tat um – von Schönheitspflege einzelner Objekte bis zu kompletten Musterwohnungen.

„Als ich vor fünf Jahren in Deutschland ein Haus für mich und meine Familie suchte, war ich erstaunt über das, was ich sah: ungepflegte Gärten, Balkone und Terrassen voller Müll, dreckige Bäder und zugestellte, dunkle Räume.“

Dabei werden heutzutage selbst Autos vor dem Verkauf häufig von Fachfirmen aufgemöbelt, Kratzer beseitigt, der Innenraum grundgereinigt. Umso erstaunlicher, dass teure Immobilien vermarktet werden, als seien sie Flohmarktartikel. Menschen verschenken nach von Beckeraths Ansicht viel Geld, wenn sie sich keine Mühe machen, ihre zum Verkauf stehende Immobilie so ansprechend wie möglich zu gestalten.

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