Hong Kong Art Fair
Qualitätssprung mit Schweizer Hilfe

Hong Kongs Kunstszene wächst in atemberaubendem Tempo. Ihr Spiegelbild ist eine Kunstmesse, die zunehmend renommierte Händler anzieht. Die diesjährige Ausgabe der Hong Kong International Art Fair punktet mit großen Ständen und einem gehobenen Qualitätsniveau. Möglich macht es die Erfahrung der Schweiz-dominierten Messegesellschaft.
  • 0

Hong KongNoch bis zum 20. Mai wird die 5. Hong Kong International Art Fair im riesigen Hong Kong Convention und Exhibition Center am Hafen die rapide wachsende Kunstszene der Stadt in Atem halten. Mit der nächsten Ausgabe (23. bis 26. Mai 2013) wird sie dann unter dem weltweit bewunderten Qualitätslabel Art Basel firmieren.

Der Messebetreiber, das britische Joint Venture Asian Art Fairs, Ltd., verkaufte im vergangenen Frűhjahr einen 60-prozentigen Anteil an MCH Swiss Exhibition, eine Gesellschaft der MCH Group, die das Art Basel Franchise betreibt. Bis 2014 besteht eine Option, auch die restlichen 40 Prozent zu űbernehmen.

Die Schweizer machten ihren Einfluss aber schon in dieser Ausgabe geltend. Eine ganze Reihe sehr renommierter Händler wollte nun mit dabei sein; die Stände sind grőßer und das Qualitätsniveau wurde allgemein auf neue Hőhen katapultiert, einige Galerien űberzeugen mit Soloshows.  „Händler verstehen den Markt nun besser“, sagt Messedirektor Marcus Renfrew, der demnächst als Director Asia dem Vorstand von Art Basel beitreten wird.

Schweizer Erfahrung verhalf auch schon zur erfolgreichen Überarbeitung des Layouts der Hallen auf zwei Etagen, asiatische und westliche Anbieter durchmischt. 700 Galerien hatten sich auf die insgesamt 266 Stände beworben. Da hieß es kräftig sieben. Akzeptiert wurden Teilnehmer aus 38 Ländern, 14 Galerien kommen aus Deutschland angereist.

Es gibt vier Sektoren: Neben 182 gestandenen Händlern locken 35 junge Galerien Kűnstler bis zum Alter von 35 Jahren (Art Futures) sicher Investoren an. In der im letzten Jahr eingefűhrten ASIA ONE stellen 49 ausschließlich asiatische Händler neueste Entwicklungen in einem sehr breit gefassten geographischen Gebiet vor, das vom Mittleren Osten bis nach Australien reicht.
Eingesprenkelt sind die ebenfalls im vergangenen Jahr gegrűndeten ‘Art HK Projects’ mit zehn großformatigen räumlich-skulpturalen Werken internationaler Kűnstler. Auch kűnftig soll am einzigartigen Konzept einer 50-50-Aufteilung zwischen westlichen und asiatischen Galerien festgehalten werden. „Sammler werden wegen Art Basel nach Hong Kong kommen“, sagt Renfrew, und sehr wahrscheinlich die űbrigen asiatischen Mitbewerber weit abhängen. Der Erfolg reflektiert Hong Kongs Status als mittlerweile drittgrőßter Kunstmarkt der Welt.
Kommende Neuerungen werden im Juni mit der Ernennung eines neuen Auswahlkommittees bekannt gegeben werden.

Kommentare zu " Hong Kong Art Fair: Qualitätssprung mit Schweizer Hilfe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%